In einer besorgniserregenden Entwicklung musste der US-Flugzeugträger „Gerald R. Ford“ nach einem mutmaßlichen Brand an Bord einen Hafen anlaufen. Der Vorfall ereignete sich am 12. März 2026 in der Hauptwäscherei des enormen Kriegsschiffes, während es im nördlichen Roten Meer operierte. Laut Berichten von oe24 soll die USS Gerald R. Ford voraussichtlich in der Souda-Bucht auf Kreta anlegen, um die betroffenen Seeleute zu behandeln.
Die Einsatzkräfte des Schiffes kämpften mehrere Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Fast 200 Seeleute wurden aufgrund von Rauchverletzungen medizinisch versorgt. Unter diesen befindeten sich auch zwei Matrosen, die trotz der Schwere des Vorfalls nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und umgehend behandelt wurden. Ein Besatzungsmitglied musste aufgrund seiner Verletzungen vom Schiff ausgeflogen werden, was weiteres Unbehagen unter der Crew auslöste.
Technische Details und Einsatzbereitschaft
Der Schaden am Schiff selbst bleibt begrenzt. Die US Navy stellte sicher, dass die Antriebsanlage und das fortschrittliche elektromagnetische Katapultsystem EMALS nicht beeinträchtigt wurden, wodurch der Träger voll einsatzbereit bleibt. Das Schiff, das mit über 5.000 Besatzungsmitgliedern und mehr als 75 Militärflugzeugen, darunter F-18 Super Hornet, ausgestattet ist, gilt als der technologisch fortschrittlichste Flugzeugträger, der je gebaut wurde. Es verlässt regelmäßig seinen Heimathafen Norfolk in Virginia, wo es im Juni 2025 ablegen konnte.
USS Gerald R. Ford spielt seit Ende Februar eine zentrale Rolle in Angriffen auf den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“ und war zuvor in der Karibik tätig, um Druck auf Venezuela auszuüben. Das Schiff, das beeindruckende 333 Meter lang ist, ermöglicht die Stationierung von bis zu 90 Kampfflugzeugen und Hubschraubern und ist so konstruiert, dass es durch starke Automatisierung den Personalbedarf reduziert.
Operationelle Herausforderungen
Die Ereignisse auf der USS Gerald R. Ford werfen Fragen zur Moral der Seeleute und zur Einsatzbereitschaft des Schiffes auf. Der Vorfall, der nicht in Verbindung mit Kampfhandlungen steht, bleibt dennoch ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem für die Besatzung. Der Flugzeugträger war zuletzt am 12. März in den internationalen Gewässern des Roten Meeres aktiv, als das Feuer ausbrach, und nimmt weiterhin an militärischen Operationen teil.
Inmitten dieser Herausforderungen gerät die US Navy durch den Einsatz der älteren USS Abraham Lincoln, die ebenfalls im Einsatz gegen den Iran ist, unter erhöhten Druck. Beide Flugzeugträger bilden zusammen eine erhebliche Präsenz im strategisch wichtigen Gebiet des Nahen Ostens, während Fragen über die künftige Einsatzbereitschaft der neuen Gerald R. Ford aufkommen.