Der Ferienbeginn sorgt für erhebliche Verkehrsstörungen auf den Straßen Österreichs. In Wien, Niederösterreich, mehreren deutschen Bundesländern und Teilen Tschechiens führt der Ansturm an Reisenden zu einem starken Anstieg des Verkehrsaufkommens. Der exxpress berichtet, dass der ÖAMTC ab Freitagnachmittag mit einem besonders hohen Reiseverkehr rechnet, insbesondere auf den Stadtautobahnen und Urlaubsrouten.

Vor allem in Vorarlberg ist die Verkehrslage angespannt. Stauprognosen für die Rheintal Autobahn (A14) vor den Abfahrten Montafon sowie die L188 Montafoner Straße und die S16 Arlberg Schnellstraße vor Tunnelbereichen stehen im Fokus. Auch die Inntal-Autobahn (A12) in Tirol könnte im Großraum Innsbruck und Kufstein stark belastet werden. Die Fernpassstraße (B179) zwischen Füssen und Nassereith sowie die Seitentäler des Inntals sind ebenfalls von Staus bedroht.

Erwartete Verzögerungen auf verschiedenen Routen

Besondere Baustellen, wie die auf der Reschen Straße (B180) zwischen Pfunds-Kajetansbrücke und Nauders, führen zu zusätzlichen Wartezeiten. Auch in Salzburg wird mit Verzögerungen auf der Tauernautobahn (A10) vor Tunnelbereichen gerechnet. Zudem ist auf der Pinzgauer Straße (B311) zwischen Bischofshofen und Zell am See sowie auf der Katschbergstraße (B99) zwischen Radstadt und Mauterndorf mit stockendem Verkehr zu rechnen.

In der Steiermark ist die Ennstal Straße zwischen Schladming und Liezen stark befahren, während in Niederösterreich die Semmering Schnellstraße (S6) zwischen Mürzzuschlag und Neunkirchen problematisch ist. Auch in Oberösterreich erwartet man zähen Verkehr auf der Pyhrn-Autobahn (A9) zwischen Kirchdorf an der Krems und Spital am Pyhrn sowie auf der Zufahrt nach Hinterstoder.

Zusätzliche Belastungen durch Veranstaltungen

Die Durchführung des FIS-Weltcups „Nordic Combined Triple” in Seefeld sorgt zudem für ein zusätzliches Verkehrsaufkommen auf der Seefelder Straße (B177). Vor diesem Hintergrund empfiehlt der ÖAMTC, verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, da die Parkmöglichkeiten in vielen städtischen Zentren begrenzt sind. Der ÖAMTC bietet umfassende Informationen zur aktuellen Verkehrslage, um Reisenden bei der Planung ihrer Routen zu helfen.

Die Verkehrssituation in Österreich ist nicht nur während der Ferienzeit ein Thema. Der Verkehrssicherheitsreport 2024 zeigt, dass die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2024 mit 351 die zweitniedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht hat. Allerdings stieg die Zahl der Schwerverletzten auf 7.774, was die höchste Zahl seit einem Jahrzehnt darstellt. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Verkehrssicherheit auf und unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus auf den Straßen.

Mit der Zeit dürften die Herausforderungen im Bereich Verkehrssicherheit und Verkehrsführung während stark frequentierter Zeiten wie den Ferien weiter im Fokus stehen.