Fela Kuti, der als Pionier des Afrobeat gilt, wird posthum mit dem Lifetime Achievement Award der Recording Academy ausgezeichnet. Diese Ehrung, die am Vorabend der Grammy-Gala am kommenden Samstag in Los Angeles überreicht wird, macht ihn zum ersten afrikanischen Künstler, der diese prestigeträchtige Auszeichnung erhält. Kuti, bekannt als „Black President“ und verstorben im Jahr 1997, hat mit seiner Musik unzählige Künstler beeinflusst und den Grundstein für das Genre Afrobeats gelegt, das traditionelle afrikanische Rhythmen mit zeitgenössischen Popklängen verbindet. Kleine Zeitung berichtet, dass Afrobeat ein weltweites Publikum anzog und auch 2024 bei den Grammys eine eigene Kategorie für die beste afrikanische Performance eingeführt wird.

Die Akkorde von Fela Kutis Musik, die Elemente aus Jazz, Funk und Salsa vereint, hallen auch heute noch in der Musikwelt wider. Künstler wie Beyoncé, Paul McCartney und Thom Yorke zählen zu denjenigen, die sich von seinem Werk inspiriert fühlen. Die anstehende Auszeichnung unterstreicht die wachsende Wertschätzung afrikanischer Musik in der globalen Musikszene. Neben Kuti werden auch andere Größen wie Cher, Whitney Houston und Paul Simon geehrt, was die Bedeutung dieser Zeremonie unterstreicht. Hypebeast hebt hervor, dass Fela Kuti nicht nur ein musikalisches Erbe hinterlassen hat, sondern auch für einen politischen Widerstand stand, der durch seine Kalakuta Republic Kommune und seine Konfrontation mit militärischen Regimen geprägt war.

Ein Erbe des Widerstands

Seine Cousine, Yemisi Ransome-Kuti, hat die Auszeichnung als Fest für das afrikanische Volk beschrieben und betont, dass Anerkennung nicht nur posthum erfolgen sollte. Kutis Einfluss ist unbestreitbar, und seine Söhne Femi und Seun führen weiterhin die Bands Positive Force und Egypt 80. Mit jährlichen Feiern wie der Felabration im Oktober wird sein Geburtstag zu einem weltweiten Festival des Widerstands und des Rhythmus. Deutschlandfunk berichtet, dass die Auszeichnung im Jahr 2026 den Wandel in der Wahrnehmung afrikanischer Musik illustriert.

Fela Kuti, der in den 1970er-Jahren den Afrobeat erfand, wird nicht nur als Musiker, sondern auch als kulturelle Ikone in Erinnerung bleiben. Sein Einfluss und sein Vermächtnis leben in den Klängen der heutigen Musikszene weiter, und die Anerkennung durch die Recording Academy ist ein weiterer Schritt in Richtung globaler Wertschätzung für afrikanische Künstler und deren Beiträge zur Weltmusik.