Am Freitagvormittag, kurz nach 9 Uhr, ereignete sich ein schwerer Fahrradunfall in Graz. Ein 49-jähriger Grazer fuhr auf der Wickenburggasse in Richtung Westen, während eine 82-jährige Grazerin entgegenkommend mit ihrem Rad unterwegs war. Tragischerweise geriet die Frau plötzlich auf die linke Seite des Radweges, was zur frontalen Kollision zwischen den beiden Radfahrern führte. Der 49-Jährige konnte nicht rechtzeitig ausweichen oder bremsen, sodass es zu einem Zusammenstoß kam, bei dem beide stürzten. Der Mann erlitt dabei Verletzungen im Gesicht, blieb aber ansprechbar und leistete sofort Erste Hilfe bei der schwer verletzten Pensionistin, die stark blutende Kopfverletzungen davongetragen hatte. Dies berichtet oe24.at.

Weitere Passanten kamen zur Hilfe, unterstützten die Rettungsmaßnahmen und verständigten umgehend die Einsatzkräfte. Notärzte mussten die 82-Jährige an der Unfallstelle reanimieren, bevor sie mit einem Rettungswagen ins LKH Graz gebracht wurde. Dort wurde sie im Schockraum behandelt und anschließend auf die Intensivstation verlegt. Trotz aller medizinischen Bemühungen erlag die Pensionistin ihren schweren Verletzungen im Uniklinikum Graz.

Unfallhergang und therapeutische Maßnahmen

Der 49-jährige Radfahrer wurde ebenfalls ins LKH Graz gebracht, wo er ambulant behandelt wurde. Sein Alkomattest ergab ein negatives Ergebnis, was bedeutet, dass Alkohol in seinem Blut keine Rolle bei dem Unfall spielte. Der schwere Zusammenstoß wirft jedoch Fragen auf, die die Polizei derzeit untersucht. Laut Aussagen des Mannes und einer Zeugin war die plötzliche Veränderung der Fahrrichtung der 82-Jährigen entscheidend für das Unglück. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an, wie 5min.at berichtet.

Das tragische Ereignis ist ein weiterer Hinweis auf die Gefahren, denen insbesondere ältere Radfahrer ausgesetzt sind. Laut einer aktuellen Pressemittteilung stieg die Zahl der tödlichen Unfälle unter Radfahrenden, besonders bei Pedelec-Nutzenden, gegen den Trend. Im Jahr 2024 starben in Deutschland insgesamt 441 Radfahrer, darunter 192 mit einem Pedelec. Besonders alarmierend ist, dass knapp zwei Drittel (63,5 %) der tödlich verunglückten Radfahrenden über 65 Jahre alt waren. Dies zeigt, dass ältere Menschen beim Radfahren einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, was auch durch die gesammelten Daten über Fahrradunfälle unterstrichen wird. Destatis dokumentiert diesen Trend und die Notwendigkeit, die Sicherheit für diese Gruppe zu erhöhen.