Die Konflikte im Nahen Osten eskalieren weiter, da Israels Armee eine neue Angriffswelle gegen Teheran gestartet hat. Laut der Kleine Zeitung zielen diese Angriffe auf die „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ ab. In einer Mitteilung über Telegram bestätigte die israelische Armee die Operationen in der Nacht auf Mittwoch.
Diese Offensive folgt auf neue Raketensalven, die Iran auf Israel abgefeuert hat, wodurch die Spannungen in der Region weiter zunehmen. Im Kontext dieser militärischen Auseinandersetzungen haben die USA dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Die iranische Regierung reagierte darauf und erklärte, dass nicht feindliche Schiffe die strategisch wichtige Straße von Hormuz passieren dürften.
Umfang der Angriffe und zivile Opfer
Die israelischen Luftangriffe haben massive Zerstörungen in Iran angerichtet. Über 2.500 Kampfeinsätze wurden seit Beginn der Offensive geflogen, wobei insbesondere die militärische Infrastruktur des Iran ins Visier genommen wurde. Schätzungen zufolge sind unter den Opfern auch hochrangige Militärvertreter und Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. In Teheran, der mit etwa 15 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadt Irans, gab es schwere Bombardierungen, die bereits über 1.200 Menschenleben gefordert haben, darunter etwa 30 Prozent Kinder. Zudem wurden über 3.000 Wohneinheiten landesweit zerstört.
Die ZDF berichtet, dass die iranische Marine im Persischen Golf massive Verluste erlitten hat, während US-Streitkräfte über 20 iranische Schiffe angegriffen oder versenkt haben. In Israel sind mindestens elf Menschen seit Kriegsbeginn gestorben, viele Wohnhäuser und eine Synagoge wurden ebenfalls vernichtet.
Regionale Auswirkungen und Flüchtlingskrise
Die militärischen Auseinandersetzungen wirken sich auf die gesamte Golfregion aus. Iran hat als Reaktion auf die Angriffe auch militärische Ziele in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und Kuwait angegriffen. Hunderte Raketen und Drohnen wurden registriert, wobei die meisten von den Flugabwehren der betroffenen Länder abgefangen werden konnten.
Im Libanon kam es ebenfalls zu massiven Reaktionen. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Raketen auf Israel abgefeuert, als Vergeltung für den Tod von Chamenei. Seit Beginn der Eskalation starben im Libanon über 120 Menschen, fast 700 weitere wurden verletzt. Die libanesische Regierung hat sich jedoch von der Hisbollah distanziert, während Hunderttausende Menschen im Land auf der Flucht sind.
Die Golfstaaten sehen sich unter Druck, militärisch zu reagieren, zeigen jedoch Bestrebungen, einen umfassenden Krieg zu vermeiden, da die Spannungen im Nahen Osten weiter zunehmen und die Lage sich täglich zuspitzt.


