In der Nacht auf Sonntag, den 8. März 2026, ereignete sich an der US-Botschaft in Oslo eine Explosion, die als möglicher Terroranschlag eingestuft wird. Die Detonation eines Sprengsatzes fand gegen 1 Uhr Ortszeit am Eingang zum konsularischen Bereich der Botschaft statt. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch wurde der Eingang leicht beschädigt und Glasscheiben sowie Lampen zerbrochen. Zeugen berichteten von „aufsteigendem Rauch“ und einem „lauten Knall“, während mehrere Anwohner diesen lauten Knall ebenfalls hörten, was zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte führte. Polizeivertreter Frode Larsen äußerte, dass die Ermittler ein terroristisches Motiv für denkbar halten, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation im Iran.
Norwegens Justizministerin Astri Aas-Hansen bezeichnete den Vorfall als „inakzeptabel“ und betonte, dass die Sicherheit diplomatischer Missionen von größter Wichtigkeit ist. Der Polizeivertreter Michael Dellemyr bestätigte, dass es derzeit keine Anzeichen für eine Verbindung zum Iran-Konflikt gibt, dennoch bleibt die Möglichkeit eines terroristischen Angriffs im Raum. Ermittler und Experten des Bombenkommandos untersuchen den Tatort intensiv, unterstützt von Diensthunden, Drohnen und Hubschraubern. Die Polizei hat die Gegend mittlerweile für „sicher“ erklärt, jedoch wurden bisher keine Verdächtigen identifiziert.
Sicherheitsvorkehrungen werden verstärkt
Angesichts der Ereignisse in Oslo haben die norwegischen Behörden beschlossen, die Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung sowie für die jüdische Gemeinde und die iranische Diaspora in Norwegen zu erhöhen. Beobachter verwiesen darauf, dass US-Vertretungen in der gesamten Nahost-Region bereits in Alarmbereitschaft sind, nachdem es zu verschiedenen Angriffen auf Einrichtungen im Iran gekommen ist. Doch laut einem Sprecher des norwegischen Inlandsgeheimdienstes PST gibt es keine Informationen über spezifische Drohungen gegen US-Einrichtungen in Norwegen vor der Explosion.
Die US-Botschaft hat vorerst keine öffentliche Stellungnahme zu den Vorfällen abgegeben und verweist auf Anfragen der Medien an das US-Außenministerium. Diese Situation erzeugt zusätzliche Besorgnis über die Sicherheitslage und die Risiken, die mit terroristischen Aktivitäten verbunden sind. Norwegens Außenminister Espen Barth Eide betont die Bedeutung der diplomatischen Sicherheit und kündigte an, die Zusammenarbeit mit der US-Botschaft und den entsprechenden Sicherheitskräften zu verstärken, um weitere Vorfälle zu verhindern.