Andrew Mountbatten-Windsor, der ehemalige Prinz, wurde am 19. Februar 2026, dem Tag seines 66. Geburtstags, festgenommen und später aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit ernsten Vorwürfen des Amtsmissbrauchs, die insbesondere die Affäre um Jeffrey Epstein betreffen. Laut oe24.at wird ihm vorgeworfen, während seiner Zeit als britischer Handelsgesandter geheime Berichte an Epstein weitergegeben zu haben.

Die Thames Valley Police bestätigte die Festnahme und führte Ermittlungen wegen mutmaßlichen „Fehlverhaltens in Ausübung offizieller Funktionen“ durch. Aus Berichten von independent.co.uk geht hervor, dass in zwei Wohnanlagen in England, darunter Andrews Zuhause auf dem Sandringham Estate, Durchsuchungen stattfanden.

Ermittlungen und Reaktionen im Königshaus

Die Vorwürfe gegen Andrew, der 2019 wegen seiner Verbindungen zu Epstein von royalen Pflichten zurücktrat, umfassen auch unter anderem, dass eine Frau von Epstein an ihn zur sexuellen Ausbeutung nach Großbritannien gebracht wurde. Andrew hat jegliches Fehlverhalten bestritten. König Charles III. zeigte sich besorgt über die Festnahme seines Bruders und erklärte, dass die königliche Familie die Gesetze und die Ermittlungen der Polizei respektieren werde, wie srf.ch berichtet.

Charles kündigte an, die Ermittlungen vollständig zu unterstützen und stellte klar, dass die Pflichten der königlichen Familie trotz dieser Schwierigkeiten fortgesetzt werden. Dies geschah in Anbetracht der schweren Vorwürfe, die Andrew nicht nur seinen Titel kosteten, sondern auch tiefgreifende öffentliche Rückzüge nach sich zogen.

Der persönliche Abstieg von Andrew Mountbatten-Windsor

Andrew, der als drittes von vier Kindern von Queen Elizabeth II. geboren wurde und hinter König Charles in der Thronfolge steht, war früher als „Randy Andy“ bekannt, ein Spitzname, der auf seinen Playboy-Lebensstil in den späten 1970er Jahren zurückgeht. 1982 diente er im Falklandkrieg, wurde als Kriegsheld gefeiert und heiratete 1986 Sarah Ferguson. Die Ehe wurde 1992 geschieden. 2011 musste Andrew aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein eine bedeutende Rolle als „Special Representative for International Trade and Investment“ niederlegen, nachdem öffentliche Widersprüche bekannt wurden.

Seine Verwicklung in die Epstein-Affäre führte zu einem verletzlichen Status innerhalb der royalen Familie. Im August 2019 wurde Epstein tot in seiner Zelle aufgefunden, und Andrew sah sich seitdem intensiven Vorwürfen und Öffentlichkeitsskandalen ausgesetzt. Eine zivilrechtliche Klage von Virginia Giuffre, die Andrew sexuellen Missbrauch vorwarf, mündete in einem umstrittenen Vergleich im Jänner 2022, der zur finanziellen Belastung Andrews führte, was ihn gar dazu brachte, ein Chalet in Verbier zu verkaufen.

Die aktuellen Ermittlungen, die mit der Festnahme am 19. Februar 2026 zusammenfallen, werfen neue Schatten auf Andrews bereits erschütterte Reputation. In einer Zeit, in der die Verbindung zu Epstein wieder stärkere öffentliche und rechtliche Aufmerksamkeit erhält, bleibt unklar, welche weiteren Entwicklungen in diesem Fall noch zu erwarten sind.