Am 20. Februar 2026 wurde der ehemalige britische Prinz Andrew Mountbatten-Windsor, 66 Jahre alt, in Norfolk festgenommen. Dies geschah im Rahmen von Ermittlungen der Thames Valley Police, die ihn wegen mutmaßlichen „Fehlverhaltens in Ausübung offizieller Funktionen“ ins Visier genommen hat. Andrew soll vertrauliche Informationen während seiner Zeit als Handelsbeauftragter an das Epstein-Netzwerk weitergegeben haben. Diese Informationen betreffen unter anderem Berichte über offizielle Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur sowie einen brisanten, als „vertraulich“ eingestuften Bericht über Rohstoffvorkommen in Afghanistan. König Charles III. reagierte mit „größter Besorgnis“ auf die Festnahme und betonte, das Gesetz müsse seinen Lauf nehmen.

Die Festnahme fand am Morgen des 20. Februar statt, dem Geburtstag von Andrew. Nach fast zwölf Stunden in Polizeigewahrsam wurde er wieder freigelassen. Während die Ermittlungen weiterlaufen, präzisierte die Polizei, dass die mutmaßlichen Sexualdelikte, wie sie im Kontext der Epstein-Affäre bekannt wurden, in den offiziellen Festnahmeangaben nicht erwähnt werden. Andrew hatte bereits 2019 von royalen Pflichten zurückgetreten und verlor im Oktober 2022 seinen Prinzentitel, der ihm aufgrund seiner Verwicklung im Epstein-Fall aberkannt wurde.

Die Hintergründe der Festnahme

Die aktuellen Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit Andrews früherem Kontakt zu Jeffrey Epstein, einem verurteilten US-Sexualstraftäter. Es wird vermutet, dass Andrew während seiner Amtszeit als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet hat, was gegen die Regeln verstößt, die britische Handelsgesandte zur Geheimhaltung verpflichten. Die Polizei hat mittlerweile auch zwei Grundstücke in Berkshire, Norfolk und Windsor durchsucht, um weitere Beweise zu sichern.

Im Licht dieser Entwicklungen äußerte die Familie von Virginia Giuffre, die Andrew in der Vergangenheit des Missbrauchs beschuldigt hatte, Erleichterung über die Festnahme. Ihre Familie bemerkte, dass Andrew „nie ein Prinz“ gewesen sei. Die Lebendigkeit der Ermittlungen und die Reaktionen aus dem königlichen Umfeld werfen Fragezeichen über die Zukunft der britischen Monarchie auf. Premierminister Keir Starmer unterstrich, dass niemand über dem Gesetz stehe, und auch König Charles III. kündigte an, die Polizei in ihren Ermittlungen zu unterstützen.

Zusätzlich zu den Vorwürfen aus seiner Zeit als Handelsbeauftragter prüft die Polizei einen weiteren Vorwurf gegen Andrew, der mit einer Frau verbunden ist, die zu einer Adresse in Windsor gebracht worden sein soll. Ein Royal-Experte äußerte, dass die britische königliche Familie durch den Epstein-Skandal an einem Scheideweg stehe, was die künftige öffentliche Wahrnehmung der Royals nachhaltig beeinflussen könnte.

Während sich die Ermittlungen entfalten, bleibt abzuwarten, welche weiteren Entwicklungen in dieser Angelegenheit zutage treten werden und wie die königliche Familie künftig mit den sich zuspitzenden Herausforderungen umgehen wird. In diesem Kontext ist zu hoffen, dass ein umfassendes, faires und ordnungsgemäßes Verfahren sichergestellt wird.

Für weitere Informationen über die Festnahme und die laufenden Ermittlungen lesen Sie die Berichte von exxpress, ZDF heute und Tagesschau.