Die Evangelische Kirche trauert um Gustav Reingrabner, den früheren Superintendenten der Evangelischen Diözese Burgenland, der im Alter von 89 Jahren in der Nacht auf Freitag verstorben ist. Reingrabner leitete die Diözese von 1975 bis 1994 und war zudem von 1996 bis 1999 Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine bedeutende wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich auf die Geschichte des österreichischen Protestantismus sowie evangelisches Kirchenrecht und kulturgeschichtliche Themen, wie Kathpress berichtet.
Würdigung seines Engagements
Bischof Michael Chalupka äußerte sich im Evangelischen Pressedienst und betonte: „Die Evangelische Kirche in Österreich ist Reingrabner zu großem Dank verpflichtet.“ Er hob hervor, dass Reingrabner „sein kirchliches Engagement mit wissenschaftlicher Brillanz“ vereinte. Robert Jonischkeit, der aktuelle Superintendent im Burgenland, erwähnt mit Bedauern, dass Reingrabner „uns allen fehlen wird“. In seinem Studium konnte Jonischkeit von Reingrabners Expertise profitieren und erinnerte sich daran, dass Kirchenrecht keineswegs trocken ist, sondern spannend und lehrreich sein kann. Auch Christa Grabenhofer, Superintendentialkuratorin, bestätigte, dass Reingrabners Beitrag den öffentlichen Diskurs im Burgenland maßgeblich mitgestaltet hat, wie BVZ.at anmerkt.
Im Verlauf seiner Karriere veröffentlichte Reingrabner zahlreiche wissenschaftliche Werke und organisierte Ausstellungen. Sein Engagement für die Aufarbeitung der evangelischen Geschichte im Burgenland sowie für Bildungsangelegenheiten ist bis heute unvergessen. Der Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens war ein respektierter und geschätzter Vertreter seiner Kirche, dessen Verlust in vielen Herzen schmerzhaft spürbar ist.