Ab dem 25. Februar 2026 führt die Europäische Union schärfere Kontrollen für Arachidonsäureöl aus China ein. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die zunehmenden Rückrufe von Säuglingsnahrung, die durch mögliche Verunreinigungen mit dem Giftstoff Cereulid bedingt sind. Dieser Toxin kann bei Säuglingen Durchfall und Erbrechen auslösen und wurde erstmals im Dezember 2025 in Chargen von Produkten nachgewiesen, die Arachidonsäureöl enthalten.

Um sicherzustellen, dass nur sichere Produkte in die EU gelangen, dürfen Importe von Arachidonsäureöl nur mit einem Laborzertifikat über den Giftstoff Cereulid erfolgten. Die Zollbehörden sind angehalten, 50 Prozent aller Lieferungen auf dieses Zertifikat zu kontrollieren. Diese schärferen Kontrollen sind somit ein wichtiger Schritt zum Schutz der Gesundheit von Kleinkindern.

Rückrufe und Krankheitsfälle

In den letzten Monaten haben mehrere große Hersteller, darunter Nestlé, Danone und Lactalis, weltweit Säuglingsnahrung zurückgerufen. Der Grund dafür ist die potenzielle Verunreinigung mit Cereulid. In mindestens sieben europäischen Ländern wurden bereits Fälle von Erkrankungen bei Kleinkindern dokumentiert. In Österreich wurden bei neun Babys Verdachtsfälle auf Cereulid-Vergiftung bestätigt, wobei drei von ihnen vorübergehend im Krankenhaus behandelt werden mussten. Glücklicherweise sind alle betroffenen Kinder mittlerweile wieder genesen.

Cereulid kann entstehen, wenn Babynahrung oder Zutaten zu lange warmgehalten oder mehrmals aufgewärmt werden. Die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) prüft derzeit weitere Verdachtsfälle und untersucht verdächtige Produkte und Chargen. Ein Testprogramm wird vorsorglich bis April 2026 fortgeführt.

Prävention und Informationen für Eltern

Eltern, die befürchten, dass ihre Kinder von den Rückrufen betroffen sein könnten, können auf der Website der AGES prüfen, ob ihre Produkte zu den zurückgerufenen Chargen gehören. Dies stellt sicher, dass betroffene Produkte schnell identifiziert und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden können, um die Gesundheit der Kleinen zu schützen.

Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Versuchs der EU, die Lebensmittelsicherheit für Kinder zu gewährleisten, besonders in Anbetracht des so wichtigen Nährstoffs Arachidonsäure, der auch in der Muttermilch vorkommt. Die fortlaufenden Ermittlungen und Kontrollen sind entscheidend, um die Risiken für die Gesundheit unserer Kleinsten zu minimieren.

Zusammenfassend berichtet vienna.at, dass diese Maßnahmen ab sofort gelten, während aerzteblatt.de die alarmierenden Rückrufe und Krankheitsfälle anführt. Weitere Informationen über die Kontrollen und deren Hintergründe liefert spiegel.de.