Österreich

Ethik und Migration: Sorgen um Menschenrechte und Sicherheit in Europa

Die verletzliche Seite des Menschseins: Warum eine Ethik der Verletzlichkeit so wichtig ist

Im Fokus stehen gegenwärtig die Diskussionen um den EU-Asylpakt, der die Balance zwischen Menschenrechten und Sicherheit in Europa thematisiert. Während auf der einen Seite Flüchtlinge aus Krisenregionen und politisch Verfolgte Zuflucht suchen, stellt sich auf der anderen Seite die Frage nach der Sicherheit innerhalb der EU. Der jüngst beschlossene Asyl- und Migrationspakt der EU beinhaltet die Errichtung von Anhaltezentren an den Außengrenzen, um über Asylansprüche zu entscheiden. Kritik von verschiedenen NGOs am Pakt und die Befürchtung einer Einschränkung von Menschenrechten werden laut.

Ein weiteres zentrales Thema im Fokus ist die Notwendigkeit einer Ethik der Verletzlichkeit. Der renommierte Medizinethiker Giovanni Maio betont, dass Verletzlichkeit ein grundlegendes Merkmal menschlicher Existenz ist. Trotz Planung und Kontrolle bleibt das Leben unvorhersehbar, was verdeutlicht, dass das Konzept der Unabhängigkeit lediglich eine Illusion ist. Die wechselseitige Abhängigkeit und Verletzlichkeit der Menschen unterstreichen die Notwendigkeit einer Ethik, die Sensibilität und Verantwortungsübernahme fördert. Maio plädiert für eine Ethik, die die gemeinsame Verletzlichkeit von Mensch, Tier und Natur berücksichtigt.

Zusätzlich wird in einer Serie die historische Figur der bärtigen Heiligen beleuchtet, ein Phänomen, das bereits im Mittelalter im katholischen Volksglauben präsent war. Namen wie Kümmernis, Wilgefortis oder Uncumber werden mit dieser eigenartigen Erscheinung verbunden. Durch die Darstellung dieses historischen Kultes wird die Vielfalt und Komplexität vergangener Glaubensvorstellungen verdeutlicht.

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