Die aktuellen Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Höhepunkt, nachdem Angriffe der USA und Israels auf den Iran zu einer Eskalation geführt haben. In Antwort auf diese Angriffe reagiert der Iran mit Vergeltungsschlägen, die auch Nachbarländer wie Dubai, Bahrain und Kuwait betreffen. Laut Berichten des ÖAMTC wurden mehrere Drohnenangriffe in diesen Ländern verzeichnet, die zu Bränden, Sachschäden und Verletzten geführt haben.

Das österreichische Außenministerium hat daraufhin die Sicherheitsstufen für mehrere Länder in der Region, darunter Iran, Israel, Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate, auf die höchste Stufe 4 erhöht. Infolge der angespannteren Lage hat Austrian Airlines (AUA) ihre Flüge nach Tel Aviv, Amman, Erbil und Teheran bis zum 7. März 2026 ausgesetzt. Auch andere Fluggesellschaften wie Emirates, Lufthansa und Air France haben Flüge in die von den Konflikten betroffenen Gebiete gestrichen.

Flugverkehr und Reisewarnungen

Der internationale Flugverkehr in der Region ist massiv eingeschränkt. Viele Flughäfen, darunter die wichtigen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha, sind geschlossen. Schätzungen zufolge sind über 3.400 Flüge an sieben großen Flughäfen gestrichen worden, was zu einem Chaos im Flugverkehr weltweit führt und Passagiere in Asien und Europa betrifft. In Dubai sind zahlreiche Reisende gestrandet, und die Zahl der betroffenen Personen wird auf etwa eine Viertelmillion geschätzt ZDF berichtet.

Das Auswärtige Amt in Deutschland hat Reisewarnungen für viele Länder im Nahen Osten ausgesprochen, einschließlich Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für den Libanon wurde sogar eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen. Die Reisewarnung für den Iran und die Palästinensergebiete besteht bereits seit dem Herbst 2022. Diese Warnungen werden erlassen, wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Die deutschen Auslandsvertretungen stehen in Kontakt mit Staatsangehörigen vor Ort und bieten konzertierte Unterstützung an Tagesschau berichtet.

Empfehlungen für Reisende

Reisende in den betroffenen Regionen sind aufgefordert, sich an ihre Reiseveranstalter zu wenden und die aktuellen Hinweise des österreichischen Außenministeriums zu beachten. Bei individuellen Reisen sollten Informationen der Airlines und Flughäfen eingeholt sowie das Außenministerium kontaktiert werden. Es wird empfohlen, eine kostenlose Reiseregistrierung vorzunehmen, um im Bedarfsfall schnell kontaktiert werden zu können.

Zusätzlich sollten lokale und internationale Medien verfolgt sowie Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgt werden. Reisende sind angehalten, Vorräte an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff anzulegen und Risiken bei Bewegungen zu vermeiden. Eine regelmäßige Überprüfung der Lage wird dringend empfohlen.