Am 24. Februar 2026 jährt sich der Beginn des Krieges in der Ukraine nun zum vierten Mal. Die anhaltenden Konflikte und insbesondere die gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben nicht nur das tägliche Leben beeinträchtigt, sondern auch zu einer dramatischen humanitären Krise geführt. Laut der UNO-Migrationsorganisation (IOM) könnten rund 325.000 ukrainische Rückkehrer aufgrund der aktuellen Energiekrise erneut zu Binnenvertriebenen werden. Diese Schätzungen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen viele Menschen konfrontiert sind, die nach der Flucht aus dem Krieg in ihre Heimat zurückgekehrt sind.
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der Rückkehrenden darüber nachdenkt, wieder ins Ausland auszuwandern. Dies geschieht nicht nur wegen der anhaltenden Kampfhandlungen, sondern auch aufgrund der fortwährenden Probleme mit der Energieversorgung. Die Menschen in den betroffenen Regionen, selbst weit weg von den Frontlinien, leiden unter Strom- und Heizungsausfällen, die ihre Lebensqualität erheblich einschränken. IOM berichtet, dass die meisten Rückkehrer in Gebieten leben, in denen es an grundlegenden Hilfsgütern, wie Generatoren oder Powerbanks, mangelt.
Gründe für die erneute Flucht
Die Rückkehrer sehen sich angesichts der prekären Sicherheitslage und der fortwährenden Zerstörungen in ihrem Wohnraum genötigt, ihre Heimat erneut zu verlassen. In Rückkehrgebieten, die besonders stark von den russischen Angriffen betroffen sind, mangelt es häufig an Materialien für Reparaturen. Seit Beginn des Krieges im Jahr 2022 hat die Ukraine schätzungsweise 50 Prozent ihrer Stromerzeugungskapazitäten verloren. Diese Einschnitte wurden durch gezielte Angriffe und die russische Besetzung bedeutender Energieanlagen, wie dem Kernkraftwerk Saporischschja, verschärft, was die Energiesicherheit weiter gefährdet.
Die IOM mahnt, dass ohne zusätzliche internationale Unterstützung für Winterhilfe, Wohnungsreparaturen und psychosoziale Hilfsangebote ein Anstieg neuer Fluchtbewegungen droht. Momentan leben bereits 3,7 Millionen Menschen als Binnenvertriebene in der Ukraine, und die Zahl könnte durch die verstärkten Energieangriffe noch steigen, die laut Berichten seit dem Beginn des Krieges über 1.000 Mal stattfanden.
Herausforderungen und Unterstützung
Der IOM-Krisenreaktionsplan für 2026 sieht über 200 Millionen US-Dollar vor, um mehr als 700.000 vom Krieg betroffene Menschen zu unterstützen. Trotz dieser Erfordernisse sind bisher nur etwa 20 Prozent des geschätzten Bedarfs finanziell gedeckt. Die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen erfordert nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern auch eine langfristige Strategie für den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur. Der Fokus könnte künftig auf der Modernisierung und Dezentralisierung des Energiesektors liegen, möglicherweise durch den Einsatz erneuerbarer Energien.
Deutschland und die USA haben sich bereits als wichtige Unterstützer des Wiederaufbaus der ukrainischen Energieinfrastruktur hervorgetan. Europa hat umfassende Spendenkampagnen ins Leben gerufen, um dringend benötigte Energiegüter bereitzustellen. Durch diese Maßnahmen konnten bereits mehr als 1,1 Millionen Menschen in der Ukraine wieder mit Strom versorgt werden.
Der bevorstehende Frühling könnte zwar einige Probleme mildern, aber die Unklarheit über die Dauer des Energienotstands bleibt. Die Rückkehrer sind gefordert, die mentalen Herausforderungen der Situation zu überwinden, während die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung aufgerufen ist. Der IOM-Regionaldirektor äußert sich optimistisch über die Widerstandsfähigkeit der Ukrainer und die Chancen auf eine baldige Wiederherstellung der Energieinfrastruktur.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine weiterhin alles durchdringend sind. Die ständigen Angriffe auf die Energieversorgung gehen einher mit humanitären Krisen und der Notwendigkeit, notfallmäßige humanitäre Hilfe zu leisten. Ohne zusätzliche Unterstützung könnte die Lage für die betroffenen Menschen noch schwieriger werden.
Kleine Zeitung berichtet, dass … Tagesspiegel hebt hervor, dass … und Bundeswirtschaftsministerium betont, dass …