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Ab dem 1. April 2026 wird in Österreich ein neuer Strom-Sozialtarif eingeführt, der einkommensschwachen Haushalten helfen soll, ihre Energiekosten zu senken. Betroffene Haushalte zahlen dabei lediglich 6 Cent pro Kilowattstunde für bis zu 2.900 Kilowattstunden. Um diesen Vorteil in Anspruch nehmen zu können, müssen jedoch rund 100.000 Haushalte aktiv werden und ihre Zählpunktnummer bis spätestens 31. März 2026 an die ORF-Beitrags Service GmbH (OBS) übermitteln, die als zentrale Schnittstelle zwischen Bürgern und Stromlieferanten fungiert. Fast 300.000 Briefe wurden bereits an einkommensschwache Haushalte verschickt, um über diese Möglichkeit zu informieren. Bis zum 25. März 2026 haben etwa 30.000 Haushalte ihre Zählpunktnummer bereits zurückgemeldet, was eine steigende Tendenz aufweist.

Die Zählpunktnummer ist auf der Stromrechnung, im Stromvertrag oder im Service-Portal des jeweiligen Strom-Lieferanten zu finden. Sie beginnt mit „AT“ und umfasst 33 Stellen. Der retournierten Brief muss bis zum Ablauf der Frist bei der OBS eingelangt sein; andernfalls könnte der Sozialtarif erst im Folgemonat wirksam werden. Eine schnelle Rücksendung des Antwortbriefs wird daher empfohlen. Alternativ ist auch ein Online-Upload oder eine E-Mail an service@obs.at möglich, um die Zählpunktnummer zu übermitteln.

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Hintergrund zur Energiearmut in Österreich

Das Thema Energiearmut gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung. Ein wichtiger Schritt in diesem Zusammenhang war das im Dezember 2025 erlassene Energiearmuts-Definitions-Gesetz (EnDG). Dieses Gesetz dient der statistischen Erfassung und Beobachtung von Energiearmut und definiert spezifische Indikatoren, um betroffene Haushalte zu identifizieren. Laut diesem Gesetz gelten Haushalte als energiearm, wenn mindestens einer der folgenden Faktoren zutrifft:

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  • Überdurchschnittlich hohe, äquivalisierte Energiekosten bei niedrigem Einkommen.
  • Angabe, die Wohnung nicht angemessen warmhalten zu können.
  • Zahlungsrückstände bei Energiekosten.
  • Armutsgefährdung bei schlechten Wohnverhältnissen, wie etwa undichten Dächern.

Diese Indikatoren können einzeln oder in Kombination auftreten und markieren Haushalte als energiearm, die unter diesen Bedingungen leiden.

Die Einführung des Strom-Sozialtarifs könnte entscheidend dazu beitragen, die fortschreitende Energiearmut in der Bevölkerung zu reduzieren. Die Datenquelle für die Erfassung dieser Herausforderungen ist die EU-SILC, die wichtige Informationen bereitstellt, um die Situation der einkommensschwachen Haushalte in Österreich besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln.