Österreichs beste Golferin, Emma Spitz, nahm vom 11. bis 14. Februar 2026 am PIF Saudi Ladies International im Riyadh Golf Club teil. Das Turnier, das Teil der PIF Global Series ist, war mit einem Preisgeld von 5 Millionen US-Dollar dotiert. Spitz erzielte insgesamt 276 Schläge, was 12 unter Par entspricht, und belegte damit den geteilten Rang 17. Zum Vergleich: Im Vorjahr schloss sie das Turnier auf dem achten Platz ab.

Spitz zeigte in der finalen Runde eine beeindruckende Leistung mit 69 Schlägen (3 unter Par). Trotz ihrer soliden Performance war sie die fünftbeste Europäerin im Turnier. Den Sieg errang die Engländerin Charley Hull, die beeindruckende 19 unter Par erzielte und damit erneut unter Beweis stellte, dass sie zu den besten Spielerinnen der Welt gehört. Für ihren 17. Platz erhält Spitz ein Preisgeld von knapp 77.000 US-Dollar, was rund 65.000 Euro entspricht.

Ein Blick auf die Turnierstruktur

Das PIF Saudi Ladies International war in diesem Jahr ein reiner Strokeplay-Wettbewerb über vier Tage, bei dem das Feld auf 60 Spielerinnen und Ties reduziert wurde. In der vergangenen Ausgabe des Teams-Wettbewerbs im Jahr 2025 schnitt das Team um Somi Lee hervorragend ab und gewann mit einer Gesamtleistung von -34 Schlägen. Im Einzelwettbewerb triumphierte Jeeno Thitikul mit -16 Schlägen und vier Schlägen Vorsprung, wobei sie in der zweiten Runde eine bemerkenswerte 64 spielte.

Deutschland im Fokus des Frauengolfs

Während sich Spitz in Saudi-Arabien einen Namen macht, bleibt Deutschland der wichtigste Markt für Frauen im Golfsport in Europa. Das EGA Participation Report 2025 zeigt, dass es in Deutschland 686.708 registrierte Golfer gibt, wovon 227.267 Frauen sind, also 33,0 Prozent. Deutschland hat die höchste Gesamtzahl an Spielerinnen in Europa, auch wenn das prozentuale Verhältnis etwas hinter Österreich und der Schweiz liegt.

Der „Pandemie-Effekt“ hat zu einem Anstieg der Zahl der Golferinnen geführt, doch in den letzten Jahren ist ein Rückgang zu beobachten. Im Jahr 2021 gab es in Deutschland noch rund 221.865 erwachsene Golferinnen, während die Zahl 2023 auf 242.333 stieg. Im Jahr 2024 fiel sie jedoch auf 227.267. Dennoch zeigt das Land Fortschritte hinsichtlich des Nachhaltigkeitsziels Nummer 5, der Gleichstellung der Geschlechter, was ein zukunftsweisendes Zeichen für den Golfsport ist.