Robert Pecl, eine bekannte Persönlichkeit des österreichischen Fußballs, feierte nicht nur Erfolge im Verein, sondern hinterließ auch auf internationaler Bühne bleibende Eindrücke. Der 15. November 1965 in Wien geborene Verteidiger, der für seine Zeit beim SK Rapid Wien bekannt ist, war eine feste Größe im österreichischen Fußball.

Pecl spielte zwischen 1986 und 1995 ausschließlich für den SK Rapid Wien, wo er in 189 Pflichtspielen 15 Tore erzielte. In seinen letzten drei Saisons war er sogar Kapitän der Mannschaft. Unter renommierten Trainern wie Otto Baric, Hans Krankl und Ernst Dokupil entwickelte er sich zu einem der besten Verteidiger seiner Zeit. Erwarb sich den Spitznamen „Mr. Eisenfuß“ und wurde 1990 sowie 1991 als Österreichs Fußballer des Jahres von den Fans gewählt.

Erfolge und Karriereende

Pecl gewann mit Rapid zwei Meisterschaften in den Jahren 1987 und 1988 sowie den ÖFB-Cup sowohl 1987 als auch 1995. Sein letztes großes Spiel war das ÖFB-Cup-Finale 1995, in dem er in der letzten Minute eingewechselt wurde. Diese Erfolge waren Teil seiner beeindruckenden Karriere, die jedoch 1995 jäh endete, als er im Alter von nur 29 Jahren aufgrund von Verletzungen, insbesondere Knorpelschäden, seine Fußballstiefel an den Nagel hängen musste.

Auf internationaler Ebene debütierte Pecl im Oktober 1987 für die österreichische Nationalmannschaft. Er nahm an der FIFA-Weltmeisterschaft 1990 in Italien teil, wo er in allen drei Gruppenspielen spielte und somit zur letzten WM-Sieg für Österreich beitrug. Insgesamt kam er auf 31 Länderspiele, in denen er ein Tor erzielte.

Nach der Karriere und aktuelle Diskussionen

Nach seiner aktiven Laufbahn wandte sich Pecl der Geschäftsführung zu und bekleidet seit 2003 die Position des Verkaufsmanagers bei PF Concept. Bei einem kürzlich stattgefundenen Stammtisch mit Andy Ogris, moderiert von Peter Rietzler, sprach Pecl über die aktuellen Herausforderungen und Ausschreitungen im österreichischen Fußball. Dabei zog er Parallelen zu England in den 1990er Jahren, als es ähnliche Probleme gab. „England muss unserer Liga als Vorbild dienen“, betonte er bei diesem Treffen.

Ein interessanter Einblick in seine Karriere gab er, als er von einem Vorfall erzählte, bei dem er 20 Minuten vor einem wichtigen Spiel im Stadion ankam. Solche Erinnerungen zeigen, wie sehr der Fußball Teil seiner Identität ist und welchen Einfluss er auf das Leben von Spielern hat.

Pecl bleibt eine einflussreiche Figur im österreichischen Fußball und inspiriert mit seiner Leidenschaft und seinen Erfahrungen die nächste Generation von Spielern.