Josef Schwaninger, der älteste Stadt-Salzburger, feierte am 16. Februar 2026 seinen 106. Geburtstag in den eigenen vier Wänden. Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) besuchte den Jubilar und überbrachte ihm nicht nur persönliche Glückwünsche, sondern auch Geschenke. Ein besonderer Moment war die Übergabe eines FC Red Bull Salzburg-Trikots durch Schwaninger an den Bürgermeister.
Ursprünglich aus Oberösterreich stammend, lebt Schwaninger alleine in seiner Wohnung in Salzburg, erhält jedoch Unterstützung von seiner Nachbarin Irmgard, die ihn pflegt. Diese Form der nachbarschaftlichen Hilfe spiegelt wider, wie viele Senioren in Österreich unterstützt werden, während sie selbstständig leben; etwa 30,8 % der Senioren sind Alleinstehende, während viele andere in Partnerschaften leben, wie eine Statistik zu Senioren in Österreich zeigt (Statista).
Ein Leben voller Erfahrungen
Josef Schwaninger hat eine bewegte Lebensgeschichte. Viele Jahre war er als Bühnenmeister am Landestheater in Salzburg tätig. Trotz seines fortgeschrittenen Alters bleibt er aktiv. So fuhr er mit 90 Jahren noch lange Strecken mit dem Fahrrad. Schwaninger ist auch an einem Friedensprojekt beteiligt, das den Austausch von Lebensweisheiten unter 100-jährigen fördert. Die Erfahrungen aus dem Krieg haben seine Sicht auf das Leben geprägt und ihm ein starkes Engagement für ein friedliches Miteinander vermittelt.
Bürgermeister Auinger, der selbst am 4. März 1974 in Salzburg geboren wurde, hat eine politische Karriere, die ihn unter anderem seit 2024 als Bürgermeister der Stadt Salzburg an die Spitze führt (Wikipedia). Er wurde in einer Stichwahl mit 62,5 Prozent zum Bürgermeister gewählt und übernahm verschiedene wichtige Ressorts, darunter Kultur, Bildung und Finanzen. Seine aktive Rolle in der Stadtverwaltung ist besonders relevant angesichts der demografischen Veränderungen in Österreich, in denen die älteren Generationen zunehmen und besondere Unterstützung benötigen.
Ein bedeutender demografischer Wandel ist in den letzten Jahren in Österreich zu beobachten. Anfang 2022 gab es bereits rund 1,75 Millionen Menschen ab 65 Jahren, was etwa 19,5 % der Bevölkerung entspricht (Statista). Dieser Anstieg bringt neue Herausforderungen und Chancen für die Städte und Gemeinden mit sich. Die Unterstützung älterer Bürger wird von der Gesellschaft zunehmend wertgeschätzt. Schwaninger ist ein leuchtendes Beispiel für Lebenskraft im Alter, für die sich auch Bürgermeister Auinger einsetzt.
Das Engagement des Bürgermeisters und die herzlichen Worte für Schwaninger an dessen 106. Geburtstag zeigen, wie wichtig es ist, die Lebensqualität älterer Menschen zu fördern und ihnen ein aktives, erfülltes Leben zu ermöglichen. Die Verbindung von Politik, Nachbarschaftshilfe und sozialen Projekten wird eine stetig zunehmende Rolle spielen, um auch in Zukunft den Bedürfnissen unserer älteren Generation gerecht zu werden.