Im Schloss Krastowitz hat heute das Landesfrauen-Treffen stattgefunden, bei dem Landeshauptmann Peter Kaiser zahlreiche Ehrenamtliche für ihr Engagement ausgezeichnet hat. Besonders hervorzuheben ist Monika Plieschnegger, die für mehr als 60 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit den Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten erhielt. In einer bewegenden Ansprache bedankte sich Plieschnegger bei Kaiser für sein offenes Ohr und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Die Auszeichnung würdigt nicht nur ihre persönliche Hingabe, sondern symbolisiert auch die Tradition und das Bestreben der vielen Frauen, die sich unermüdlich für die Gesellschaft einsetzen.
Landeshauptmann Kaiser unterstrich die Bedeutung der goldenen Haubenfrauen, die eine 112-jährige Geschichte aufweisen. Sie leisten unschätzbare Beiträge durch karitative Tätigkeiten und die Bewahrung von Tradition und Brauchtum. Der Landeshauptmann betonte, dass das Engagement dieser Frauen zunehmend seltener wird und in der heutigen Zeit mehr Wertschätzung erfahren sollte. In seiner 13-jährigen Amtszeit hat er bis heute rund 3.000 Landesauszeichnungen vergeben, was etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung Kärntens entspricht.
Auszeichnungen für Ehrenamtliche
Zusätzlich zur Ehrung von Plieschnegger wurden insgesamt 12 Goldhaubenfrauen ausgezeichnet. Diese Ehrungen sind wie folgt verteilt:
| Medaille | Name |
|---|---|
| Gold mit Brillanten | Monika Plieschnegger |
| Gold | Karla Kramer, Ulrike Moser |
| Silber | Hannelore Maurer, Roswitha Suppan, Gertraud Zwick |
| Bronze | Christa Aniwanter, Gabriele Gfrerer, Ilse Holzfeind, Ursula Raff, Tanja Steinmetz |
Der Festakt begann mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom in Maria Saal, an dem unter anderem Landtagspräsident Christoph Staudacher und Nationalratsabgeordnete Tina Angela Berger teilnahmen. Kaiser wies auch auf die geopolitische Situation hin und betonte die Notwendigkeit von Zusammenhalt in der Gesellschaft.
Ehrenamtliches Engagement in Österreich
Das Thema Ehrenamt und Freiwilligenarbeit bleibt auch auf nationaler Ebene von Bedeutung. Am 4. Dezember 2024 wurde in Wien der Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement verliehen. Hierbei wurden 16 Vereine, Projekte, Initiativen und Einzelpersonen in fünf Kategorien ausgezeichnet. Dieser Preis hebt die Kraft des ehrenamtlichen Engagements hervor, das zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beiträgt, und wird von der Servicestelle für freiwilliges Engagement koordiniert, die freiwillig-engagiert.at umfasst.
Themen wie Innovation, Partizipation und Krisenbewältigung wurden bei dieser Veranstaltung prämiert, was zeigt, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement ist. Es ist zu hoffen, dass solche Veranstaltungen nicht nur den Ehrenamtlichen Anerkennung zollen, sondern auch andere inspirieren, sich für die Gemeinschaft zu engagieren.
Betrachtet man die Initiativen auf Landes- und Bundesebene, wird deutlich, dass die ehrenamtliche Tätigkeit in Österreich von zentraler Bedeutung ist und eine wichtige Säule der Zivilgesellschaft darstellt.

