Bei den Olympischen Spielen in Paris haben die Athletinnen Egle und Kipp eines der begehrtesten Ziele erreicht: Sie gewannen eine Medaille, mussten sich jedoch in einem spannenden Wettkampf mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Überraschend sicherten sich Vötter und Oberhofer den ersten Platz und schrieben damit Geschichte. Egle und Kipp haben nach ihren erheblichen Erfolgen bei den Weltmeisterschaften 2024 und 2025 nun ihren bisher größten Erfolg erzielt. Egle äußerte, dass die Medaille für sie von großer Bedeutung ist und sie stolz auf ihre konstanten Leistungen in der Saison sind.

Egle, die nach ihrem „Riesenschnitzer“ im ersten Lauf mit Rang drei endete, sprach über den Druck, der nun abfällt, während Kipp dazu bestätigte, dass sie sich nach diesem aufregenden Wettkampf jetzt entspannen möchte. Beide Athletinnen wissen, dass dies ihre ersten Olympischen Spiele sind, was für sie ein ganz neues Gefühl darstellt. In der kommenden Team-Staffel wird Österreich mit Müller, Steu/Kindl sowie Egle und Kipp sowie Lisa Schulte antreten, was den Druck und die Vorfreude nochmals steigert. Die Athletinnen führen die Weltcupwertung an, die sie für die Saison 2024/25 bereits entschieden haben, und arbeiten hart daran, ihre beeindruckende Form zu halten.

Mentale Stärke im Spitzensport

Das Streben nach olympischen Medaillen erfordert nicht nur körperliche Leistung, sondern auch eine ausgeprägte mentale Stärke. Lisa Mayer, Deutschlands beste Sprinterin, tritt ebenfalls bei den Olympischen Spielen an und betont die entscheidende Rolle des mentalen Aspekts im Sprint. Sie hebt hervor, dass alle Athleten ähnliche Sprintfähigkeiten besitzen, weshalb mentale Stärke ein entscheidender Faktor im Wettkampf ist.

Erfahrene Athleten wie Elisabeth Seitz, die bereits an drei Olympischen Spielen teilgenommen hat, teilen ihre Einsichten über die Herausforderungen im Leistungssport. Seitz beschreibt das olympische Mindset als eine Fähigkeit, sich durch Höhen und Tiefen des Sports zu kämpfen. Die Bedeutung von Durchhaltevermögen und mentaler Stärke, kombiniert mit Motivation, Zielstrebigkeit und Resilienz, sind essenzielle Erfolgsfaktoren für Spitzensportler:innen, wie Sportpsychologin Lisa Musculus erklärt.

Persönliche Entwicklungen und Herausforderungen

Der individuelle Weg zu Olympia ist oft von Rückschlägen geprägt, was auch für Lisa Mayer gilt. Verletzungen hielten sie von der Teilnahme an den Spielen in Tokio und der WM in Budapest ab. Dennoch bleibt ihr inneres Feuer für den Sport stark, und sie hat sich von der Einstellung „dabei sein ist alles“ zu höheren Zielen entwickelt. Mayer empfindet den Leistungsdruck als motivierend und betont die Bedeutung von Routinen sowie sportpsychologischer Unterstützung, um den hohen Erwartungen standzuhalten. Gleichzeitig werden die Grenzen im Leistungssport diskutiert, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Athleten zu gewährleisten.

In diesen bewegten Zeiten zeigen Egle, Kipp und ihre Kollegen, dass der olympische Traum nicht nur Gold, Silber oder Bronze bedeutet, sondern auch Charakter, Teamarbeit und die Fähigkeit, schwierige Herausforderungen zu meistern, zu erkennen und zu überwinden.

Für weitere Informationen zu den Olympischen Spielen und dem olympischen Mindset besuchen Sie Krone.at und Deutschlandfunk.