Rene Eckhart, ein 39-jähriger Snowboarder aus Tirol, hat sich als Mitglied des ÖPC-Teams für die kommenden Paralympischen Winterspiele einen Namen gemacht. In Cortina wird er im Boarder Cross und im Banked Slalom antreten, wobei die Qualifikation für das Boarder Cross am Samstag beginnt. Eckhart, der seit seiner Geburt keinen linken Schienbeinknochen hat und als Unterschenkelamputierter an den Start geht, hat bereits wertvolle Erfahrungen mit Unterstützung seines langjährigen Freundes und Olympiasiegers Alessandro Hämmerle gesammelt.

Eckhart ist ein Spätberufener im Snowboard-Sport. Zuvor hatte er sich gegen Monoskifahren entschieden, um sein gesundes Knie zu schonen. Erst 2014 entdeckte er die Möglichkeiten im Snowboarden für Menschen mit Behinderung und meldete sich beim ÖSV für ein Sichtungstraining. Dies führte rasch zu einer Platzierung im C-Kader und erste Teilnahmen an Europacup- und Weltcuprennen. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft im Jahr 2015 belegte er den vierten Platz im Boarder Cross.

Vorbereitung auf die Paralympics

Um sich optimal auf die Spiele in Cortina vorzubereiten, trainiert Eckhart im Sommer mit dem Rad und im Winter am Pitztaler Gletscher, wo er auch gemeinsam mit Jakub Dusek im Olympiazentrum in Innsbruck trainiert. Der Winter der aktuellen Saison verlief für ihn bisher nicht optimal, doch Eckhart hat große Ambitionen und möchte eine Medaille gewinnen. Er ist überzeugt, dass er sich besser vorbereitet hat als für die Paralympics in Peking und beschreibt sich selbst als „Rampensau“ mit einem Talent für Humor.

Die Paralympischen Winterspiele finden vom 6. bis 15. März 2026 in Italien statt, und Eckhart ist fest entschlossen, seine bestmöglichen Läufe zu zeigen. Die Wettbewerbe kehren zum zweiten Mal nach Italien zurück, nachdem die erste Austragung 2006 in Turin stattfand. Hauptorte der Wettkämpfe sind Mailand, Cortina d’Ampezzo und Val di Fiemme.

Während der Paralympics werden etwa 650 Para-Sportler aus 50 Nationen in 79 Entscheidungen um Medaillen kämpfen. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer beeindruckenden Zeremonie in der Arena di Verona, während die Abschlussfeier am 15. März im Eishockey-Stadion von Cortina d’Ampezzo stattfinden wird. Die Spannung ist hoch, und auch Eckhart hat die Medaillenentscheidungen seiner Teamkollegen Hämmerle und Dusek in Livigno verfolgt, was ihn emotional berührt hat.

Das Team Austria setzt auf einen starken Auftritt und Eckhart ist fest entschlossen, die rot-weiß-roten Farben erfolgreich zu vertreten. Mit seinen Trainingspartnern stärkt er sich gegenseitig, um in der hochkompetitiven Umgebung der Paralympics das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Seine Reise vom Ankommen zum Athleten mit Chancen auf eine Medaille wird mit großem Interesse verfolgt.

Für eine detaillierte Übersicht über die Hintergründe und Informationen zu René Eckhart und seinen Trainingsaktivitäten können die Artikel von Laola1, dem ÖPC und der DW besucht werden: Laola1, ÖPC und DW.