In Mexiko ist ein enger Vertrauter des gefallenen Drogenbosses Nemesio Oseguera, alias „El Mencho“, festgenommen worden. Der Verdächtige, bekannt als „El Pepe“, ist als wichtiger Verantwortlicher des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) identifiziert. Seine Festnahme fand in der Gemeinde Tlajomulco im Bundesstaat Jalisco statt, wo Polizei und Militär im Rahmen einer koordinierten Aktion Drogen, Waffen sowie ein Fahrzeug sichergestellt haben. Für den Anführer des CJNG, „El Mencho“, wurde am 22. Februar 2026 ein vorrangiger Militäreinsatz durchgeführt, bei dem er tödlich verletzt wurde. Dies hatte weitreichende Folgen für die öffentliche Sicherheit in Mexiko.

Wie zdfheute berichtet, führte der Tod von El Mencho zu einem dramatischen Anstieg der Gewalt. Die Reaktionen des Kartells waren enorm und brachten den gesamten Bundesstaat Jalisco sowie weitere Regionen in Angst und Schrecken. Aufgebrachte Bandenmitglieder blockierten Straßen, zündeten Autos an und steckten Geschäfte in Brand. Diese Eskalation schloss nahezu 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten ein und offenbarte die erschreckende Reichweite des CJNG.

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Die Hintergründe der Gewalt

Seit der Gründung im Jahr 2009 hat sich das CJNG zur mächtigsten Drogenorganisation Mexikos entwickelt, insbesondere nach der Auslieferung führender Vertreter des rivalisierenden Sinaloa-Kartells. Mit einem erhöhten internationalen Fokus, einschließlich Absatzmärkten in Europa, Asien, Afrika und Australien, hat die Gruppe ihr kriminelles Portfolio auf Erpressung, Menschenhandel und Treibstoffdiebstahl ausgeweitet. US-Behörden stufen das CJNG als terroristische Organisation ein und sehen es als Hauptverantwortlichen für den Drogenhandel in den USA, wie kleinezeitung dokumentiert.

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Der Sicherheitsexperte Gerardo Rodríguez erklärte, dass die Reaktionen auf den Tod von El Mencho nicht nur lokal, sondern landesweit ausgeweitet wurden. Obwohl die Behörden mit einer Reaktion des Kartells rechneten, war das Ausmaß dieser Gewalt überraschend. Es gibt Befürchtungen, dass das Absterben der Führungsstruktur des CJNG ein Machtvakuum schafft, das zu internen Kämpfen führen könnte. Dies könnte anderen Banden die Chance geben, ihre Einflussbereiche auszubauen und die ohnehin angespannte Sicherheitslage weiter zu verschärfen.

Die Lage in Mexiko und die Rolle der Regierung

Die Gewalt ist Teil einer breiteren Sicherheitskrise in Mexiko, die seit mehr als einem Jahrzehnt anhält. In den letzten Jahren wurden täglich zwischen 70 und 100 Menschen ermordet oder verschwunden gemeldet. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung fühlt sich unsicher, was die Herausforderungen für die Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum deutlich macht. Seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2024 hat sie versucht, die Kontrolle über das Justizwesen wiederherzustellen und militärische Maßnahmen gegen die Drogenkartelle zu verstärken. Diese Maßnahmen sind jedoch umstritten und wurden von vielen als unzureichend kritisiert.

Die bpb hebt hervor, dass die mexikanische Regierung weiterhin auf die Kingpin-Strategie setzt, d.h. die Festnahme von Drogenbossen in der Hoffnung, die Organisationen zu destabilisieren. Trotzdem bleibt die Gewalt aufgrund der Rivalität zwischen Kartellen und tief verwurzelten sozialen Problemen wie Armut und Ungleichheit ein anhaltendes Problem. Interne Kämpfe könnten in den kommenden Monaten nicht nur die Machtbalance unter den bestehenden Drogenbanden verändern, sondern auch die Gesamtsicherheit im Land weiter verschärfen.