Die Wiener Polizei hat am Mittwochabend, dem 29. Jänner 2026, eine gezielte Aktion zur Bekämpfung des Suchtmittelhandels am stark frequentierten Westbahnhof durchgeführt. Im Rahmen dieser Kontrolle, die um 23:15 Uhr am Europaplatz stattfand, konnten Beamte einen 27-jährigen Mann aus Nigeria festnehmen, während gleichzeitig ein weiterer Mann angezeigt wurde. Das Ziel dieser Aktion ist es, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und den illegalen Drogenhandel einzudämmen, insbesondere in der Umgebung des Westbahnhofs, einem bekannten Dreh- und Angelpunkt für solche Aktivitäten.

Die Aktion begann mit der Beobachtung des nigerianischen Staatsangehörigen, der einen kleinen Gegenstand aus dem Mund spuckte und diesen an einen 24-jährigen mutmaßlichen Abnehmer übergab. Letzterer, türkischer Staatsangehöriger, wurde von den Polizisten kontrolliert und es konnte eine Kugel Suchtmittel sichergestellt werden. Laut Berichten von 5min.at gab der 27-Jährige während seiner Festnahme an, weitere Drogen geschluckt zu haben.

Medizinische Maßnahmen und rechtliche Schritte

Nach der Festnahme wurde der 27-Jährige in ein Krankenhaus gebracht, wo er jedoch eine bildgebende Untersuchung verweigerte. Er wurde anschließend in eine Justizanstalt überstellt. Der 24-jährige Käufer wurde wegen Suchtmittelbesitz angezeigt. Solche Vorfälle sind Teil der anhaltenden Bemühungen der Polizei, gegen den Drogenhandel vorzugehen und die Sicherheit von Bürgern zu gewährleisten, wie es auch die aktuellen Maßnahmen der Wiener Polizei bestätigen.

Diese Kontrollen sind Zeichen einer erweiterten Strategie, die darauf abzielt, die Probleme im Zusammenhang mit Drogenkriminalität zu bekämpfen. Die Behörde hat angekündigt, diese Schwerpunktaktionen fortzusetzen, um die Sicherheit in stark frequentierten Bereichen von Wien zu erhöhen.

Der Kontext der Drogenkriminalität

Während die Kriminalität in Deutschland laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 um 1,7 % gesenkt wurde, ist die Rauschgiftkriminalität in spezifischen Bereichen weiterhin ein besorgniserregendes Thema. Diese Statistiken zeigen, dass einige Drogenarten, wie Kokain und Methamphetamin, einen Anstieg verzeichnen, obwohl insgesamt eine Rücknahme bei Cannabis-Straftaten festgestellt wurde. Es ist wichtig zu beachten, dass die Statistiken aus Deutschland auch für Österreich Relevanz haben, da sie auf übergreifende Trends im Drogenhandel hinweisen. Die Daten vom BKA zeigen zudem, dass ein erheblicher Anteil der tatverdächtigen Personen nichtdeutscher Herkunft ist, was die Komplexität der Thematik zusätzlich verstärkt.

Die Wiener Polizei setzt daher auch auf kontinuierliche Kontrollen, um die Herausforderungen, die mit dem Drogenhandel verbunden sind, besser zu bewältigen und die Öffentlichkeit zu schützen. Die aktuellen Einsätze sind somit nicht nur eine Reaktion auf akute Vorfälle, sondern Teil einer umfassenderen Strategie für die Sicherheit im urbanen Raum.