Am 22.03.2026 vermeldet die Kleine Zeitung in einem aktuellen Bericht, dass die Zahl der Todesopfer nach einer verheerenden Lawine in Südtirol auf drei angestiegen ist. Am Samstag verloren zwei Südtiroler in der Lawine, die gegen 11:40 Uhr an der Rudererspitze auf rund 2.445 Metern Höhe oberhalb der Gewinges Alm abging, ihr Leben. Unter den Opfern befindet sich ein 62-jähriger Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten und ein 56-Jähriger, der in Österreich lebt.

Daneben sind ein 44-jähriger Österreicher und ein Deutscher in kritischem Zustand. Des Weiteren wurden zwei deutsche Skifahrer leicht verletzt, während rund 30 Personen in mehreren Skitouren-Gruppen in dem gefährlichen Gebiet unterwegs waren. Bei der Rettung der Verschütteten kamen drei Notarzthubschrauber sowie über 80 Rettungseinheiten zum Einsatz.

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Anstieg der Lawinentoten

Der Lawinenlagebericht von Meteo Trentino für den besagten Samstag hatte eine Gefahrenstufe von 2 („mäßig“) auf einer fünfstufigen Skala prognostiziert. Dennoch bleibt das Jahr 2026 in den italienischen Alpen tragisch in Erinnerung. Bisher sind 34 Menschen in den italienischen Alpen ums Leben gekommen, was einen Negativrekord in Europa darstellt. Tagesschau berichtet, dass seit Oktober 2025 in europäischen Gebirgen insgesamt 126 Menschen durch Lawinen ums Leben kamen, was die höchste Zahl an Lawinentoten seit langem darstellt.

Italien führt dabei die Liste der Todesfälle mit 32 Opfern an, gefolgt von Frankreich mit 31 und Österreich mit 29. Auch in Deutschland gab es einen Todesfall: Ein 46-jähriger Skitourengeher starb im Februar am Iseler bei Oberjoch. Das Winterhalbjahr 2025/26 ist zwar noch nicht abgeschlossen, doch die Zahl der Todesopfer ist bereits alarmierend hoch. Experten weisen auf den anhaltenden Klimawandel hin, der die wintersaisonalen Rhythmen und die Schneebeschaffenheit beeinflusst.

Klimawandel und alpine Gefahren

Eine Studie, durchgeführt von Samuel Weber und Mylène Jacquemart von der WSL und ETH Zürich, unterstreicht die Intensivierung von Naturgefahren in den Bergen durch den Klimawandel. Diese Forschung stellt fest, dass höhere Temperaturen zu weniger festem Schnee führen und auch die Winde gefährlichen Treibschnee erzeugen können. Dadurch wird das Risiko von Lawinen erhöht. Alpen Guide erklärt, dass sich die Naturgefahren in den Alpen als Folge dieser Veränderungen verstärken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wintersaison in den europäischen Alpen von tragischen Vorfällen geprägt ist, wobei der Klimawandel eine wesentliche Rolle bei der Zunahme von Lawinenunfällen spielt. Die Berggemeinschaft sollte daher verstärkt auf die Gefahren achten, die durch instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen entstehen.