Ein Feuer an Bord der USS Gerald R. Ford hat den Flugzeugträger gezwungen, seinen Einsatz im Roten Meer abzubrechen. Der Vorfall ereignete sich in der Wäscherei des Schiffes und steht nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen. Die Flammen breiteten sich schnell auf angrenzende Unterkünfte aus und führten dazu, dass Hunderte Seeleute ihre Schlafplätze verloren. Einige Crewmitglieder wurden verletzt, und etwa 200 mussten aufgrund möglicher Rauchvergiftungen untersucht werden. Die USS Gerald R. Ford plant, zur Reparatur einen Hafen im Mittelmeer, möglicherweise Kreta oder einen anderen europäischen Standort, anzulaufen. Dieser Abzug bedeutet, dass dem US-Regionalkommando vorübergehend nur noch ein Flugzeugträger zur Verfügung steht, während die USS George H. W. Bush sich auf einen möglichen Einsatz im Nahen Osten vorbereitet, berichtet vienna.at.

Die USS Gerald R. Ford gilt als das modernste und teuerste Kriegsschiff der US-Marine. Mit einer Gesamtlänge von über 335 Metern und einem Gewicht von rund 100.000 Tonnen ist sie das größte Kriegsschiff der Welt. Sie wurde von zwei Kernreaktoren angetrieben und kann Geschwindigkeiten von bis zu 55 km/h erreichen. Normalerweise befördert das Schiff mehrere Dutzend Kampfflugzeuge und hat eine Besatzung von mehr als 4.000 Personen. Der Projektwert des Schiffes liegt bei etwa 13 Milliarden US-Dollar, und nach mehreren Monaten im Einsatz wurde eine größere Instandsetzung in Newport News, Virginia, verschoben, wie Deutschlandfunk berichtet.

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Technische Probleme und Brandursachen

Vor dem Brand gab es bereits Berichte über technische Schwierigkeiten, insbesondere in Bezug auf die sanitären Einrichtungen an Bord, die aufgrund verstopfter Abflussrohre und einer Überlastung der Toiletten hinderten, die für eine Besatzung dieser Größe essenziell sind. Indem die Warteschlangen vor den Toiletten zunehmend länger wurden, verschärfte sich die Lage an Bord erheblich. Der Brand, der am 12. März im Hauptwaschraum ausbrach, hielt mehr als 30 Stunden an und wird als Folge des Verschleißes sowie der Konstruktionsmängel betrachtet, die in der Vergangenheit bereits Thema waren, erläutert Morgenpost.

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Internationale Spannungen begleiteten den Einsatz der USS Gerald R. Ford im Roten Meer, wo sie seit dem 28. Februar an Luftangriffen auf den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“ teilgenommen hat. Der Abzug des Flugzeugträgers wird auch als strategischer Rückschlag für die US-Militärpräsenz in der Region gesehen, da der einzige verbleibende Flugzeugträger, die USS George H. W. Bush, noch nicht vollständig einsatzbereit ist.

Die fortgesetzte Überprüfung und die Verletzungen unter der Besatzung, die durch den Brand verursacht wurden, werfen Fragen über die langfristige Einsatzfähigkeit der USS Gerald R. Ford auf. Nach Abschluss der Reparaturen wird das Schiff zur Marine-Werft in Norfolk zurückkehren, wo umfassende Wartungsarbeiten durchgeführt werden sollen.