Am 17. März 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Mörbisch am See um 19:26 Uhr zu einem Schilfbrand alarmiert, der sich entlang eines Weges und an zwei im Schilf gelagerten Zillen ereignete. Die Einsatzkräfte rückten schnell aus und setzten bei der Bekämpfung des Feuers Schnellangriffseinrichtungen des RLFA und LFA sowie Feuerpatschen ein. Insgesamt waren 14 Feuerwehrmitglieder während dieses Einsatzes beteiligt, darunter auch die KDTF.
Vor Ort konnten die Feuerwehrleute rasch festgestellt werden, dass fast 250 Hektar Schilf abgebrannt waren. Die Notwendigkeit, die Reste der abgebrannten Zillen auseinanderzuziehen, wurde durch den Einsatz eines Krans und Holzgreifers unterstützt, während eine Wärmebildkamera genutzt wurde, um versteckte Glutnester zu lokalisieren, die nach den Löscharbeiten abgelöscht werden mussten. Die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, nach den umfangreichen Nachlöscharbeiten, erfolgte kurz vor 21 Uhr.
Ermittlungen zur Brandursache
Bislang gibt es keine detaillierten Angaben zu den Ursachen des Brands. Die Polizei hat jedoch Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, wie es zu diesem umfangreichen Schilfbrand kommen konnte. Diese Art von Vorfällen ist nicht selten, was auch die Brandausbrüche in ähnlichen Bereichen im Burgenland deutlich machen.
Der letzte Einsatz der Feuerwehr Mörbisch fand erst vor fünf Tagen, am 12. März 2026, statt und betraf ebenfalls einen Schilfbrand. Diese wiederholten Vorfälle werfen Fragen hinsichtlich der Risiken im Umgang mit der Umgebung auf, insbesondere an wärmeren Tagen, wenn Vegetation anfällig für Brände ist.
Brandstatistik und Brandschutz
Im gröberen Kontext ist es wichtig, die Bedeutung von Feuerverhütung und brandtechnischen Maßnahmen hervorzuheben. Eine informative Quelle zu diesem Thema ist die vfdb-Brandschadenstatistik, die darauf abzielt, fundierte Daten zur Unterstützung von Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Diese Statistik erhebt unter anderem Daten zu Brandursachen, die bei der Bekämpfung der Brandgefahr von Bedeutung sind. Kücheneinsätze machen beispielsweise 27 % der Brandentstehungen aus, während 83 % aller Gebäudebrände im zweiten Obergeschoss oder darunter stattfinden. Zudem zeigen Statistiken, dass Spätabends zwischen 23 Uhr und 4 Uhr Brände tendenziell größere Schäden verursachen.
Für eine effektive Prävention sind solche Statistiken und das Verständnis von Brandursachen unerlässlich. Die vfdb fordert alle Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, was dazu beiträgt, wertvolle Erkenntnisse für den abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz zu gewinnen und anzugehen.
Die örtliche Feuerwehr von Mörbisch am See hat durch ihren raschen und effektiven Einsatz einmal mehr bewiesen, wie wichtig verantwortungsvoller Brandschutz in unserer Umwelt ist.
Weitere Informationen zu den Einsätzen der Feuerwehr und zur Brandausbruchswahrscheinlichkeit finden Sie unter Fireworld, ORF Burgenland und zur allgemeinen Brandstatistik bei FeuerTrutz.



