Das größte private Busunternehmen im deutschsprachigen Raum, die Dr. Richard Gruppe, hat einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität gemacht. Am 23. Februar 2026 nahm das Unternehmen drei vollelektrische Reisebusse des Modells Yutong T12E in Betrieb. Diese neuen E-Reisebusse werden ab sofort in Wien und Salzburg eingesetzt und sind für Tagesausflüge, Stadtrundfahrten sowie exklusive Shuttledienste verfügbar. Geschäftsführer Lukas Hackl bezeichnete die Einführung der E-Reisebusse als „Gamechanger“ für die Branche und betonte die Wichtigkeit der Reduzierung von Emissionen im Busverkehr, ohne dabei Kompromisse bei Qualitäts- und Sicherheitsstandards einzugehen.
Die vollelektrischen Busse bieten Platz für bis zu 50 Fahrgäste und verfügen über eine Reichweite von etwa 380 Kilometern Dank einer Batteriekapazität von knapp 400 kWh. Um diese Busse effizient betreiben zu können, hat das Unternehmen eigene Ladeparks in Wien und Salzburg eingerichtet, die teilweise mit Photovoltaikanlagen betrieben werden. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die unter anderem den Ausbau der E-Flotte zur Zielvorgabe umfasst: Die Tochterfirma „Albus“ in Salzburg betreibt bereits 49 E-Linienbusse und plant, bis 2028 auf 80 E-Busse aufzustocken. Zudem sind in Wien bereits acht elektrische Doppeldecker-Busse für Hop-on Hop-off Touren im Einsatz.
Technische Details und Zukunftspläne
Die Entscheidung für das Modell Yutong T12E fiel nach gründlichen Marktanalysen und Tests verschiedener Hersteller, da dieses Modell hohe Verfügbarkeit, ausgereifte Technologie und die Erfüllung strenger EU-Standards bietet. Damit positioniert sich die Dr. Richard Gruppe nicht nur als Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Mobilität, sondern trägt auch zu den Zielvorgaben der EU bei, die Emissionen im Verkehrssektor erheblich zu reduzieren. In Deutschland beispielsweise müssen die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis zum Jahr 2030 nahezu halbiert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Das Elektrofahrzeugsegment macht mittlerweile fast 30 Prozent der Neuzulassungen aus, jedoch besteht auch hier noch ein erheblicher Bedarf zur Reduzierung von Emissionen.
Im Kontext der globalen Herausforderungen hinsichtlich des Klimawandels, wo der Verkehrssektor einen hohen Anteil an den energiebedingten Treibhausgasemissionen hat, setzt die Dr. Richard Gruppe mit der Einführung der E-Reisebusse einen wichtigen Akzent. Die Elektrobusse tragen zur Verlagerung des Verkehrs auf umweltfreundlichere Transportmittel bei und unterstützen damit die angestrebte Verkehrswende. Gleichwohl sind umfassende Veränderungen in der Mobilitätsbranche notwendig, darunter Verkehrsvermeidung, -verlagerung und Effizienzsteigerung, um die Klimaziele langfristig zu erreichen. In einer Zeit, in der der motorisierte Individualverkehr und die damit verbundenen Emissionen weiterhin dominieren, bietet die Initiative von Dr. Richard einen Lichtblick für die Zukunft des urbanen Verkehrs.
In Anbetracht der Zukunft plant die Dr. Richard Gruppe zudem die Entwicklung eines elektrischen Reisebusses mit 60 Sitzplätzen, was die Ambitionen des Unternehmens zur weiteren Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unterstreicht. Der Fokus auf nachhaltige Mobilität könnte somit nicht nur den eigenen Fuhrpark revolutionieren, sondern auch als Vorbild für andere Unternehmen dieser Branche dienen.
Oekonews berichtet, dass die Dr. Richard Gruppe den neuen Standard für elektrische Personenbeförderung setzt. Heute berichtet, dass die Busse mit einer Ladegeschwindigkeit von 150 kW ausgestattet sind, während bpb.de über die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Transformation in der Mobilitätsbranche hinweist, um die Klimaziele zu erreichen.