Dorothee Elmiger: Dreifacher Buchpreis-Sieg für Die Holländerinnen!

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Dorothee Elmiger gewinnt mit "Die Holländerinnen" den Schweizer Buchpreis 2025 und wird für ihre Thematisierung von Gewalt ausgezeichnet.

Dorothee Elmiger gewinnt mit "Die Holländerinnen" den Schweizer Buchpreis 2025 und wird für ihre Thematisierung von Gewalt ausgezeichnet.
Dorothee Elmiger gewinnt mit "Die Holländerinnen" den Schweizer Buchpreis 2025 und wird für ihre Thematisierung von Gewalt ausgezeichnet.

Dorothee Elmiger: Dreifacher Buchpreis-Sieg für Die Holländerinnen!

Die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger wurde mit ihrem Roman Die Holländerinnen mit dem 18. Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Buch Basel statt. Elmiger hat in diesem Jahr bereits mehrere bedeutende Auszeichnungen erhalten, darunter den Deutschen Buchpreis am 13. Oktober, ihrem 40. Geburtstag, und den Bayerischen Buchpreis, der Ende Oktober verliehen wurde. Somit ist sie die erste Autorin, die dieses Triple erreicht hat.

Der Roman Die Holländerinnen wurde bereits im Vorfeld als Favorit gehandelt. Die Buchpreis-Jury beschreibt ihn als einen „sinnlichen und beweglichen Text, der uns in einen Leserausch versetzt“. In diesem Werk thematisiert Elmiger Gewalt in verschiedenen Formen sowie körperliche Desorientierung. Die Handlung folgt einer namenlosen Schriftstellerin, die von einem berühmten Theatermacher engagiert wird, um ein Stück zu entwickeln, das größtenteils im mittelamerikanischen Urwald spielt.

Thema und Struktur des Romans

In Die Holländerinnen begibt sich die Autorin mit einer Theatergruppe auf die Suche nach zwei verschwundenen niederländischen Touristinnen. Der Urwald überwältigt die Gruppe und sie erzählen sich verstörende Geschichten, die die Autorin protokolliert. Dies ermöglicht einen tiefen Einblick in die Vielfalt menschlicher Erfahrungen. Besondere Aufmerksamkeit erregt die Erzählweise, die fast vollständig in indirekter Rede im Konjunktiv verfasst ist, wodurch das Erzählen selbst in den Fokus rückt.

Die Jury hebt hervor, dass Elmiger von einer „Unmöglichkeit des Erzählens“ ausgeht und sich auf komplexe Themen wie den Umgang mit verschiedenen Arten von „Material“, Literatur und Philosophie konzentriert. Diese Vielschichtigkeit und Sensibilität der Erzählweise haben die Jury überzeugt und dafür gesorgt, dass sich der Roman gegen eine starke Konkurrenz durchsetzte.

Auszeichnungen und Reaktionen

Elmiger galt nicht nur für den Schweizer Buchpreis als Favoritin, auch im Vorfeld der Deutschen Buchpreisverleihung wurde ihr Werk hochgelobt. Damit hat die Autorin gezeigt, dass sie kontinuierlich zur literarischen Landschaft beiträgt, auch wenn sie zuvor mit jedem ihrer Bücher nominiert war, jedoch nie gewinnen konnte.

Bei der Verleihung des Schweizer Buchpreises erhielt Elmiger ein Preisgeld von 30.000 Franken, während die vier Finalisten jeweils 3.000 Franken erhielten. Die anderen nominierten Werke für den Schweizer Buchpreis waren:

  • Lázár von Nelio Biedermann
  • Im Meer waren wir nie von Meral Kureyshi
  • Verzauberte Vorbestimmung von Jonas Lüscher
  • Grossmütter von Melara Mvogdobo

Insgesamt wurden 94 Titel von 50 Verlagen für den Buchpreis 2025 in Betracht gezogen. Die starke Themenvielfalt und die kreative Herangehensweise von Elmiger haben dazu beigetragen, dass Die Holländerinnen nun in der literarischen Diskussion eine bedeutende Rolle spielt. Obgleich Elmiger nun ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist, bleibt die Bedeutsamkeit ihrer Thematisierung von Gewalt und körperlicher Desorientierung ein zentrales Element ihrer Erzählkunst.

Für weitere Informationen zu den Auszeichnungen von Dorothee Elmiger und ihrer Literatur kann auf die Beiträge von oe24, SRF und NZZ verwiesen werden.