Im Rahmen des LEADERSNET-Interviews hat Magenta-CCO Werner Kraus die bedeutende Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) als Wachstumstreiber für Unternehmen hervorgehoben. Die Digital X Messe, die in Wien in der Marx Halle stattfindet, wird in diesem Zusammenhang als wichtige Plattform für den Austausch über digitale Transformation präsentiert. Unter dem Motto „Digital Heartbeat“ soll die Veranstaltung 2026 das zentrale Thema der Digitalisierung weiter in den Fokus rücken. Kraus zufolge ist es essentiell, dass Unternehmen aktive Gestalter dieses Wandels werden. Die verantwortungsbewusste Nutzung von KI erfordere einen bewussten Umgang mit Daten und eine menschengerechte Transformation der Prozesse.
Künstliche Intelligenz wird als einer der stärksten Treiber der digitalen Transformation identifiziert, insbesondere in den Bereichen Robotic Process Automation und Predictive AI. Hierbei wird jedoch auch deutlich, dass Unternehmen vor Herausforderungen im Daten- und Prozessmanagement stehen. Ein interdisziplinärer Austausch zwischen den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Sport ist unerlässlich, um Innovationen in Österreich zu fördern und voranzubringen. Während das Land in Bereichen wie der Mobilfunkinfrastruktur gut aufgestellt ist, besteht beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur noch erheblicher Aufholbedarf.
Herausforderungen und Chancen der KI
Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz wird auch vom BMFTR (Bundesministerium für Bildung und Forschung) als Schlüsseltechnologie hervorgehoben, die nicht nur Innovationen, sondern auch gesellschaftlichen Mehrwert verspricht. Um im internationalen Wettbewerb besser abzuschneiden, hat die Bundesregierung eine umfassende KI-Strategie beschlossen. Diese sieht vor, jährliche Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro vom Bundeshaushalt zwischen 2019 und 2021 sowie zusätzliche 2 Milliarden Euro aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket für KI zu nutzen.
Der KI-Aktionsplan des BMFTR umfasst zwölf Handlungsfelder, die besonders dringenden Handlungsbedarf aufweisen. Unter anderem wird auf die Förderung von sechs Kompetenzzentren für KI-Forschung gesetzt, um den Wissensaustausch zu steigern und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Jährlich stehen bis zu 50 Millionen Euro für fünf an Hochschulen angesiedelte Kompetenzzentren zur Verfügung. Gleichzeitig wird der Aufbau von vier KI-Servicezentren zur Bereitstellung von Recheninfrastruktur für Wissenschaft und Wirtschaft vorangetrieben.
Integration der KI in die Gesellschaft
Um KI in der Bildung zu stärken, unterstützt das BMFTR nicht nur Kompetenzzentren, sondern auch digitale Lernplattformen zur Förderung von KI-Kompetenzen. Darüber hinaus wird die Unterstützung der Projekte zur Datenkompetenz in der Wissenschaft als wichtig erachtet. Initiativen wie der MINT-Aktionsplan 2.0 zielen darauf ab, MINT-Themen von der Kita bis zur Hochschule zu fördern.
In einer Zeit, in der die Digitalisierung erlebbar gemacht werden muss, um Hemmschwellen abzubauen und Potenziale greifbar zu gestalten, stellt die Digital X Messe eine gute Gelegenheit dar, um relevante Themen zu besprechen und innovative Ansätze vorzustellen. So wird die Veranstaltung nicht nur als Impulsgeber, sondern auch als Vernetzungsplattform für Unternehmen, Partner und Entscheidungsträger angesehen. Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz klar zu benennen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Somit zeigen sowohl die Ausführungen von Werner Kraus als auch die Initiativen des BMFTR, dass Österreich und Deutschland auf einem vielversprechenden Weg sind, um die Digitalisierung voranzutreiben und KI verantwortungsbewusst in die Gesellschaft zu integrieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den detaillierten Berichten von Leadersnet und BMFTR.