Am Mittwoch, den 25. März 2026, findet im Bildungshaus Osttirol in Lienz ein Künstlergespräch mit dem renommierten Künstler Franz Riedl statt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr und beinhaltet einen Umtrunk. Riedl wird zum Thema der Transformation von Architektur in Papierreliefs und Fadenarbeiten referieren. Dabei wird er den Fokus auf die Ordnung des öffentlichen Raums in neuer Abstraktion lenken. Dolomitenstadt berichtet, dass Riedl besonderes Interesse an unbehandeltem Papier hat, wobei er die Stärke und Oberfläche des Materials sichtbar macht.

Ein zentrales Element von Riedls Arbeit ist die Technik des Schneidens und Ritzens. Durch diese Vorgehensweise spielt er mit den Konzepten von Positiv und Negativ im reliefierten Zuschnitt. Sein Ziel ist eine abstrahierte Formreduktion von Raum- und Architekturansichten, die das Publikum in ihren Bann zieht.

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Die Magie des Schnitts

Franz Riedl hat eine spezielle Werkgruppe von Papierreliefs entwickelt, die seit 2005 kontinuierlich wächst. Diese Werke analysieren den Raum sowie dessen verschiedene Regeln, die Riedl durch gezielte Schnitte ins Papier an einem gewählten Ort fixiert. Franz Riedl erklärt, dass das Konzept während einer Artist in Residency in Japan entstanden ist. Hierbei thematisiert er das Gemeinsame in kulturell unterschiedlichen Kontexten.

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Ein besonders interessantes Element seiner neuesten Arbeiten ist die Thematisierung von Verkehrsknotenpunkten. Riedl versinnbildlicht diese Orte, indem er die Regeln des Straßenverkehrs in seine Papierschnitte einfließen lässt. Ein Beispiel dafür ist sein Mikado-Spiel, bei dem der Wurf der Stäbe visuell ins Papier geschnitten wird. Diese neue Herangehensweise konterkariert die Regeln des Spieles, indem er die vorsichtige Wegnahme einzelner Stäbe thematisiert.

Die Entwicklung der Abstrakten Kunst

Riedls Werke sind nicht nur in einem technischen Sinne innovativ, sondern stehen auch im Kontext der Abstrakten Kunst, einer Richtung, die weitreichenden Einfluss auf die zeitgenössische Kunst hat. Abstrakte Kunst, die auch als ungegenständliche Kunst bezeichnet wird, umfasst Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts, die nach 1900 entstanden sind. Ursprünglich geboren als eine Abkehr von klassischer Malerei, nutzen diese Werke bildnerische Gestaltungsmittel, die vom Gegenstand abstrahieren oder sogar völlig losgelöst von realen Objekten sind. Wikipedia beschreibt die Entwicklung dieser Kunstform, die auch entscheidende Impulse durch Künstler wie Wassily Kandinsky, Piet Mondrian und Hilma af Klint erhielt.

Die Abstrakte Kunst macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Form und Raum auch Dekonstruktion und neue Sichtweisen auf das Bild der Realität ermöglichen kann. Franz Riedl nutzt diese Tradition, um moderne Gedanken über Raum und Ordnung in seinen Papierreliefs zu visualisieren.