Dick Advocaat hat überraschend als Teamchef von Curaçao zurückgetreten. Der Rücktritt, der am 23. Februar 2026 bekannt gegeben wurde, ist durch die Erkrankung seiner Tochter bedingt. Advocaat, der seit Anfang 2024 das Amt des Nationaltrainers inne hatte, führte das Team zur erstmaligen WM-Teilnahme und betonte, dass Familie für ihn über allem steht. „Die Menschen, die hier leben, und meine Kollegen werden mir fehlen“, äußerte der Trainer in seinem Abschiedsstatement.

Unter Advocaats Führung gelang es Curaçao, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, ein historischer Moment für die Fußballnation mit rund 150.000 Einwohnern. Während seiner Amtszeit von 19 Spielen holte der Coach im Schnitt 2,05 Punkte pro Partie. Gilbert Martina, der Vorsitzende des nationalen Fußballverbands FFK, dankte Advocaat für seine Arbeit und die Erfolge, die das Team unter seiner Leitung erreichte.

Nachfolger und zukünftige Spielvorbereitungen

Fred Rutten wurde als Nachfolger von Advocaat benannt. Der Trainer, der zuletzt vom Sommer 2023 an ohne Engagement war und zuvor bei PSV Eindhoven arbeitete, soll nun das Team zur WM begleiten. Die erste Herausforderung wird ein Freundschaftsspiel gegen China am 27. März und ein weiteres gegen Australien am 31. März sein. In der Gruppenphase der WM trifft Curaçao auf die Mannschaften aus Deutschland, Ecuador und der Elfenbeinküste.

Advocaat hatte bereits zuvor angekündigt, dass er das Team wegen familiärer Gründe nicht zu einem entscheidenden Spiel in Jamaika begleiten könne, was als ein Vorzeichen für seinen Rücktritt gewertet wurde. Er hatte die schwierige Entscheidung, zum Wohle seiner Familie, getroffen, aber gleichzeitig geplant, während der restlichen WM-Vorbereitung in Kontakt mit seinem Trainerstab zu bleiben.

Die WM-Teilnahme von Curaçao ist ein bedeutender Meilenstein, und Advocaat äußerte seinen Stolz auf die Leistungen seiner Spieler sowie das gesamte Trainerteam. „Es war eine ehrenvolle und herausfordernde Zeit, und ich werde die Kurven und Wendungen des Fußballs vermissen“, so Advocaat abschließend. Er hätte der älteste Nationaltrainer in der WM-Geschichte werden können, doch die familiären Umstände zwangen ihn zu diesem Schritt.

Für die karibische Fußballnation, die sich einen Platz auf der internationalen Bühne erkämpft hat, ist die Unterstützung von Advocaat und das Engagement des neuen Trainers Rutten nun von zentraler Bedeutung. Curaçao steht vor der aufregenden Aufgabe, sich in der kommenden Weltmeisterschaft zu beweisen, und die Erwartungen sind hoch.