Am 18. März 2026 wurde das Festival des österreichischen Films, die Diagonale, in der Grazer Helmut-List-Halle feierlich eröffnet. In diesem besonderen Rahmen wurde Hilde Dalik mit dem Großen Diagonale Schauspielpreis ausgezeichnet. Dalik, die den Preis zur Anerkennung ihrer Verdienste um die österreichische Filmkultur persönlich in Graz entgegennahm, ist eine herausragende Figur der heimischen Film- und Theaterszene.

Der Eröffnungsfilm des Festivals, „Rose“, stellte die Österreich-Premiere dar und behandelt das Thema der persönlichen Freiheit. Die Intendanten der Diagonale, Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh, hielten eine eindrucksvolle Eröffnungsrede, in der sie für „Räume ohne sofortige Reaktionen“ plädierten und die Herausforderungen ansprachen, die es braucht, um Aufmerksamkeit zu generieren.

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Der Große Diagonale Schauspielpreis

Bei der Verleihung des Großen Diagonale Schauspielpreises lud Festivalleiter Dominik Kamalzadeh Hilde Dalik zu einem Gespräch über ihre Karriere ein. Dalik, die in zahlreichen Produktionen mitwirkte, darunter der Serienhit „Vorstadtweiber“, betonte, dass die Diagonale ihr Lieblingsfestival sei. Sie warnte vor den negativen Auswirkungen der möglichen Abschaffung der ORF-Landesabgabe im Jahr 2027 auf die Kunstszene.

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Dalik wurde für ihren unverwechselbaren Humor und ihre Vielseitigkeit von der Jury gelobt. Zu ihren bisherigen Auszeichnungen zählen unter anderem eine Romy und der Diagonale Schauspielpreis für ihre Rolle in „Sargnagl – Der Film“. Ihre Karriere umfasst zahlreiche bedeutende Rollen, einschließlich ihrer aktuellen Darstellung als Karin Bachmeier in der beliebten Serie „Der Bergdoktor“.

Ein Festival im Zeichen globaler Herausforderungen

In den Eröffnungsreden wurde auch auf die gegenwärtigen globalen Krisen, insbesondere den Krieg im Iran, hingewiesen. Die Intendanten äußerten Bedauern darüber, dass Jurymitglied Faraz Fesharaki und Regisseur Massoud Bakhshi aufgrund der angespannten Situation im Iran nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Zudem forderten sie alternative Finanzierungsmodelle für die Filmkultur und betonten die Wichtigkeit der ORF-Abgaben für die Kulturbudgets.

Das Festival zeigt bis zum 23. März 2026 insgesamt 149 Produktionen in verschiedenen Kategorien. Der Eröffnungsfilm „Rose“ handelt von einer Frau, die sich die Freiheit nimmt, jemand anderes zu werden, und spiegelt somit die Themen persönlicher Freiheiten und der Suche nach Identität wider. Im Publikum waren prominente Gäste wie SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler, ÖVP-Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl und KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr anwesend.

Hilde Dalik, die auch für soziale und integrative Projekte engagiert ist, zeigt sich optimistisch angesichts der kreativen Vielfalt, die im Rahmen der Diagonale präsentiert wird. Als Schauspielerin, Moderatorin und Brückenbauerin zwischen Kunst und Gesellschaft bleibt sie eine zentrale Figur in der österreichischen Kulturlandschaft.