Heute, am 26. Februar 2026, stehen Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, im Mittelpunkt einer Untersuchung des US-Kongresses zurich die Verbindungen zu Jeffrey Epstein. Diese Aussage erfolgt in einem politisch brisanten Kontext, da es die erste direkte Befragung eines ehemaligen Präsidenten vor dem Kongress seit über 40 Jahren ist. Beide Clintons hatten zuvor monatelang eine Aussage verweigert, was zu intensive Spekulationen und politischer Aufregung geführt hat. Demokraten werfen dem Vorsitzenden des zuständigen House Oversight Committee, James Comer, ein politisch motiviertes Vorgehen vor, während die Clintons beteuern, sie hätten weder von Epsteins Verbrechen gewusst noch wären sie in irgendeiner Form daran beteiligt gewesen.

Die Clintons stimmten schließlich einer Aussage zu, was laut Berichten zur Absage einer Abstimmung über ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses gegen sie führte. Die Aussage von Hillary Clinton fand am Donnerstag statt, bevor Bill Clinton am Freitag folgte. Ihre Aussagen werden aufgezeichnet, und die Videos sollen später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Insbesondere wird Bill Clinton Fragen zu Reisen mit Epsteins Privatjet beantworten müssen, die er zwischen 2002 und 2003 unternommen hat und die teilweise mit der Clinton Foundation in Verbindung stehen.

Die Schwere der Vorwürfe

Jeffrey Epstein, der 2019 in seiner Gefängniszelle starb, wird beschuldigt, über Jahre einen riesigen Missbrauchsring betrieben zu haben, dem Dutzende junge Frauen und sogar Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte weitreichende Kontakte zur High Society der USA und weiterer Länder. Sein Name wird auch häufig in Verbindung mit Bildern aus den frühen 1990er-Jahren genannt, auf denen er zusammen mit Bill Clinton zu sehen ist. Epstein hatte 1992 für Clintons Präsidentschaftswahlkampf gespendet und der Kontakt zog sich bis in die frühen 2000er-Jahre.

Hillary Clinton hat bislang beteuert, Epstein niemals getroffen zu haben, obwohl sie „vor vielen Jahren“ Ghislaine Maxwell begegnete, die als eine von Epsteins engsten Vertrauten gilt. Hillary kritisierte zudem in einem BBC-Interview die langsame Bearbeitung der Untersuchung durch das Justizministerium und warf dem Ministerium vor, wichtige Akten zurückzuhalten und die Ermittlungen zu verzögern. Der Kongressabgeordnete Robert Garcia beschuldigte das Justizministerium, gegen einen Ausschussbeschluss verstoßen zu haben.

Presse und öffentliche Reaktion

Die öffentliche Neugier auf die Clintons‘ Aussagen ist enorm. Angesichts der umfangreichen Ermittlungen und der zahlreichen Verbindungen, die Bill Clinton zu Epstein hat, hofft die Öffentlichkeit, dass die Aussagen der Clintons einen Präzedenzfall für andere relevante Personen schaffen. Dies könnte auch Trump und andere Politiker betreffen, die im Zusammenhang mit Epstein stehen.

In Europa haben bereits viele hochrangige Persönlichkeiten die Konsequenzen von Epsteins Vergehen zu spüren bekommen, inklusive Festnahmen und Rücktritten. Die Clintons stehen möglicherweise vor rechtlichen Konsequenzen, sollten sie frühere Vorladungen nicht befolgt haben. James Comer betonte die Notwendigkeit, die Clintons zur Rechenschaft zu ziehen, was die politische Spannung rund um diese Anhörungen verstärkt.

Um mehr über die Hintergründe der Clintons und deren Verbindungen zu Epstein zu erfahren, lesen Sie die Berichte von Kleine Zeitung, Los Angeles Times und ZDF.