Der Carinthische Sommer, ein bedeutendes Festival im Alpen-Adria-Raum, wird in den kommenden drei Jahren mit einem umfangreichen Fördervertrag unterstützt. Das Festival, das 1969 von Mitgliedern der Philharmoniker gegründet wurde, erhält für die Jahre 2027, 2028 und 2029 insgesamt 1,65 Millionen Euro, verteilt auf jährliche Förderungen in Höhe von 550.000 Euro. Diese Entscheidung wurde kürzlich von Landeshauptmann Peter Kaiser bekannt gegeben, der die Wichtigkeit des Festivals für das Kultur- und Kunstland Kärnten betonte. Kaiser unterstrich, dass diese Unterstützung dem Veranstalterteam um die Intendantin Nadja Kayali Planungssicherheit bietet.
Der Carinthische Sommer ist für seine innovative und genreübergreifende Ausrichtung bekannt und ermöglicht somit eine langfristige Weiterentwicklung der Kulturszene in der Region. Die Veranstaltungen ziehen nicht nur lokale, sondern auch internationale Besucher an, und einige der Konzerte werden sogar in ORF III übertragen. Durch die Förderung profitieren nicht nur die Hauptakteure des Festivals, sondern auch andere Kunst- und Kulturinitiativen in Kärnten, was das kulturelle Angebot der Region erheblich bereichert.
Förderungen im Kulturbereich
Ein Blick auf die allgemeine Förderlandschaft für Kunst und Kultur in Österreich zeigt, dass die Sektion Kunst und Kultur des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMWKMS) alle Förderanträge auf eine Online-Einreichung umgestellt hat. Im Doppelbudget 2025/26 sind insgesamt 10 Millionen Euro für Förderungen garantiert, was positiver Aspekt angesichts finanzieller Engpässe ist. Diese Gelder unterstützen zahlreiche Projekte, einschließlich EU-Förderprogramme und spezieller Förderungen für innovative Kulturbetriebe.
Eines der Förderprogramme, „Klimafitte Kulturbetriebe“, fokussiert sich auf Investitionen zur Einsparung von Endenergie in Kunst- und Kulturbetrieben in ganz Österreich. Anträge können von Einzelpersonen, Gruppen von Kunstschaffenden, Kunstinstitutionen sowie von Firmen gestellt werden, jedoch sind Unternehmen nur bei innovativen Vorhaben antragsberechtigt. Für Mehrjahresverträge gelten strenge Kriterien, die sicherstellen sollen, dass die geförderten Projekte sowohl nachhaltig als auch wirksam sind, einschließlich regelmäßiger Berichterstattung über die Verwendung der Mittel.
Ergänzend zu diesen Unterstützungen hat der Carinthische Sommer durch die langfristige Planungssicherheit des neuen Fördervertrages die Möglichkeit, seine Programme weiter zu entwickeln und der breiten Öffentlichkeit einen immer facettenreicheren Zugang zur Kunst zu bieten, was nicht nur den kulturellen Austausch fördert, sondern auch die Identität der Region stärkt. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig eine nachhaltige Unterstützung der Kulturbranche in Zeiten von Veränderungen und Herausforderungen ist.