
Am Dienstag, dem 25. März 2025, bleiben in Neusiedl am See aufgrund eines sicherheitsrelevanten Hinweises vier Schulen geschlossen. Dabei handelt es sich um die HAK/HAS, das Pannoneum, das Gymnasium und die Sportmittelschule. Die Burgenländische Volkszeitung (BVZ) berichtet, dass die Bildungsdirektion diese Maßnahme als vorsorgliche Sicherheitsvorkehrung angeordnet hat, nachdem der Hinweis in den Räumlichkeiten der Schulen gefunden wurde. Im Zuge der Schließung wird ab sofort Homeschooling anstelle von Präsenzunterricht durchgeführt.
Die Direktorin des Pannoneums, Alexandra Laminger, informierte die Eltern per E-Mail über die Situation. Auch die Eltern und Schüler des Gymnasiums und der Sportmittelschule erhielten am Montagabend entsprechende Mitteilungen. Polizeisprecher Helmut Marban erklärte, dass die Polizei informiert worden sei und den Hinweis nun überprüft. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden jedoch keine weiteren Details zur Polizei-Maßnahme bekannt gegeben.
Sicherheitsbedenken im Schulwesen
Die Schließungen der Schulen werden von der Bildungsdirektion Burgenland als notwendige Reaktion auf die Sicherheitslage angesehen. Zahlreiche Anfragen von besorgten Eltern führten zu dieser Entscheidung. Es zeigt sich, dass die ständige Auseinandersetzung mit Sicherheitsfragen im Bildungsbereich auch auf ein gesamtgesellschaftliches Klima der Unsicherheit hinweist.
Die vergangenen Jahre waren für Schulen und Schüler nicht nur durch pädagogische Herausforderungen, sondern auch durch verschiedene Krisen geprägt. Insbesondere die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Bildungssystem hinterlassen. Viele Fachleute, darunter Ärzte und Psychiater, warnen vor den negativen Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche, die sich in Angst- und Essstörungen, Depressionen und retardierten Entwicklungen äußern.
Kritik an den Schulschließungen
Berichte zeigen, dass die Organisationen und Berater im Bildungsbereich oft ignoriert wurden, als sie auf die Gefahren der Schulschließungen hinwiesen. Alexander Wittenstein forderte beispielsweise eine offene Diskussion über die Ereignisse, die jedoch unbeantwortet blieb. Die Corona-Maßnahmen, die ab dem 13. März 2020 flächendeckend in Schulen und Kitas umgesetzt wurden, hatten gravierende Folgen.
Studien hatten offenbart, dass Kinder kein signifikantes Risiko für die Verbreitung des Virus darstellten, dennoch blieben Schulschließungen bis ins Schuljahr 2021/2022 verpflichtend. Die PISA-Studie 2023 dokumentiert, dass Schüler im Vergleich zu 2009 einen Lernrückstand von eineinhalb Schuljahren aufweisen. Zudem berichten verschiedene Studien von einem Anstieg psychischer Auffälligkeiten bei über 20% der Schüler.
Die laufende Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bezüglich der Schulschließungen verdeutlicht den Bedarf an einer tiefgehenden Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen im Bildungsbereich. Lehrkräfte stehen in der Verantwortung, kritisch über ihre Rolle und die getroffenen Maßnahmen während der Pandemie nachzudenken und sich mit den Folgen auseinanderzusetzen.
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