
Am 1. April 2025 wurde die Freiwillige Feuerwehr Litzelsdorf im Burgenland zu einem Einsatz alarmiert, der eine besondere Herausforderung darstellte. Die Feuerwehr erhielt einen stillen Alarm zur Unterstützung des Rettungsdienstes, der mit dem Abtransport eines Patienten aus dem Dachgeschoss betraut war. Der kritische Punkt des Einsatzes war eine Wendeltreppe mit einer kleinen Deckenöffnung, die dem Rettungsdienst den Zugang erschwerte. Für den Abtransport wurde zudem ein Rettungshubschrauber des Typs C17 angefordert, dessen Landeplatz auf dem nahegelegenen Sportplatz von der Feuerwehr ausgeleuchtet wurde.
Die gesamte Einsatzdauer betrug rund 90 Minuten, in denen die Freiwillige Feuerwehr Litzelsdorf mit 12 Kräften und 2 Fahrzeugen aktive Unterstützung leistete. Neben der Feuerwehr waren auch das Rote Kreuz, die Polizei und der ÖAMTC-Rettungshubschrauber am Einsatz beteiligt. Solche Einsätze verdeutlichen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rettungsdiensten ist, insbesondere in Situationen, die unkonventionelle Lösungen erfordern.
Herausforderungen von Wendeltreppen
Wendeltreppen werden oft in Wohngebäuden eingesetzt, wie beispielsweise in diesem Fall, wo eine Außen-Wendeltreppe als potenzieller erster Rettungsweg diskutiert wird. Bei Gebäuden der Gebäudeklasse 4 kann die Notwendigkeit entstehen, Rettungswege zu planen, insbesondere wenn der Zugang zu einem Dachgeschoss über das Obergeschoss aus bauordnungsrechtlichen Gründen nicht mehr gegeben ist. Im Fall von Litzelsdorf zeigt sich, wie wichtig eine solche Planung ist, wenn der Zustand der Fluchtrouten im Ernstfall entscheidend sein kann.
Die geplante Wendeltreppe wird häufig aufgrund von räumlichen und finanziellen Einschränkungen gewählt, wirft allerdings Fragen zur Sicherheit auf. Ist eine Wendeltreppe als ersten Rettungsweg zulässig und erfüllt sie die erforderlichen Sicherheitsstandards? Diese Überlegungen sind im Kontext der jüngsten Einsätze von großer Bedeutung.
Zahlen und Fakten zu Rettungseinsätzen
Die Herausforderungen der Rettungsdienste werden auch durch umfassende Daten und Analysen, wie im BASt-Bericht M 345 enthalten, verdeutlicht. In den Jahren 2020 und 2021 wurden in Deutschland jährlich rund 13,1 Millionen Einsätze registriert, davon geschahen circa 5,03 Millionen im Rahmen von Krankentransporten. An diesen Zahlen zeigt sich die kontinuierliche Belastung und die Notwendigkeit einer optimalen Rettungsinfrastruktur.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Notfall- und Krankentransporte eine erhebliche Anzahl der Einsätze ausmachen, mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzanlässen. Die Effizienz und Schnelligkeit der Rettungsdienste sind von höchster Wichtigkeit, sodass jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Einsatzbedingungen zu verbessern, entscheidend ist für die Rettung von Leben.
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