Am 27. Jänner 2026 ereignete sich in Pinkafeld ein schwerer Verkehrsunfall, der die Freiwillige Feuerwehr und weitere Rettungskräfte auf den Plan rief. Auf einem Parkplatz in der Grazerstraße war ein Elektro Tuctuc frontal gegen einen Laternenmast gefahren. Die Alarmmeldung, die die Einsatzkräfte mobilisierte, lautete auf Verkehrsunfall mit Fahrzeugbergung, wobei neben der Feuerwehr auch Polizei und das Rote Kreuz beteiligt waren.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pinkafeld waren mit einem Einsatzleitfahrzeug (ELF), einem schweren Rüstfahrzeug (SRF), einem WLF sowie zehn Feuerwehrleuten im Einsatz. Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich der Fahrer des Tuctuc in der Kabine und hatte eine große Rissplatzwunde auf der Stirn. Sanitäter der Feuerwehr kümmerten sich um die Erstversorgung des Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Fahrer wurde anschließend in die Klinik Oberwart transportiert.

Rettungs- und Bergungsmaßnahmen

Nach der medizinischen Erstversorgung leitete die Freiwillige Feuerwehr die Bergung des verunfallten Tuctuc ein, die etwa eine Stunde in Anspruch nahm. Ein WLF kam zum Einsatz, um das Fahrzeug sicher zu bergen.

Der Vorfall in Pinkafeld steht in einem zunehmend relevanten Kontext, wenn es um die Herausforderungen der Einsatzkräfte bei Verkehrsunfällen mit Elektrofahrzeugen geht. Medienberichte zeigen, dass Elektrofahrzeuge zwar seltener brennen als Verbrenner, dennoch Ängste und Unsicherheiten bei Feuerwehrleuten hervorrufen können. Als beispielhaft gilt ein Verkehrsunfall von einem Kabinenroller mit Elektroantrieb, der im Juli 2025 in Wiesmoor geschah. Hierbei wurde die Fahrerin schwer verletzt, und sie musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Herausforderungen bei Einsätzen an Elektrofahrzeugen

Die Berichte über Einsätze mit Elektrofahrzeugen weisen auf das steigende Risiko hin, trennt aber zwischen der tatsächlichen Gefahr und der öffentlichen Wahrnehmung. Laut dem Fraunhofer-Institut brennen Elektroautos 10- bis 100-mal seltener als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Trotz der überwiegenden Sicherheit müssen Feuerwehrleute sich dennoch auf neue Technologien und die damit verbundenen speziellen Einsatzsituationen vorbereiten.

Besondere Vorsicht ist bei der Bekämpfung von Bränden erforderlich, die durch die Batterien verursacht werden können, da thermische Durchgänge und toxische Stoffe zu einer Kontaminationsgefahr führen. Daher ist es für die Feuerwehren wichtig, Zugang zu Rettungsdatenblättern zu haben und sich regelmäßig mit der Automobilindustrie auszutauschen. Die Tatsache, dass Einsätze an Elektrofahrzeugen häufig doppelt so lange dauern können wie bei herkömmlichen Fahrzeugen, erfordert zudem eine gründliche strategische Planung im Notfall.

In Pinkafeld und überall dort, wo Elektrofahrzeuge im Verkehr eingesetzt werden, zeigt sich die Notwendigkeit des kontinuierlichen Lernens und der Anpassung an neue Technologien, um gegebenenfalls für die Sicherheit aller Beteiligten zu sorgen.

Für weitere Informationen zu den spezifischen Maßnahmen und zur statistischen Analyse der Gefahren bei Elektrofahrzeugen können die Berichte von Fireworld, Feuerwehr Wiesmoor und Schadenprisma nützlich sein.