Am 12. Jänner 2026 wurde eine 53-jährige Frau aus dem Bezirk Oberwart Opfer eines skrupellosen Betrugs, bei dem sich der Täter als Bankmitarbeiter ausgab. Laut 5min.at erhielt die Frau zuerst eine SMS mit einem Link, der angeblich zur Verhinderung einer Kontosperrung diente. Anschließend kontaktierte sie telefonisch ein vermeintlicher IT-Mitarbeiter der Bank, der versuchte, ihre Zugangsdaten zu erlangen.
Der Betrüger forderte die Frau auf, ihre Sparbücher aufzulösen und versprach, dass ein Mann ihr Bargeld abholen und sicher verwahren würde. Hoffnungslosigkeit und Verwirrung führten dazu, dass sie nach der Bargeldbehebung eines mittleren fünfstelligen Euro-Betrags Bedenken anmeldete und die Polizei informierte.
Festnahmen und Ermittlungen
Im Rahmen der anschließenden Ermittlungen wurde ein 19-jähriger Österreicher festgenommen, als er das Geld abholen wollte. Zudem kam es zu weiteren Festnahmen von Männern im Alter von 22, 18 und 17 Jahren in der Nähe des Tatorts. Die Polizei sicherte entwendete Bankomatkarten sowie elektronische Beweismittel wie Handys und einen Laptop. Der 19-Jährige und der 22-Jährige wurden in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert, während die anderen auf freiem Fuß angezeigt wurden.
Die Polizei warnt vor den zunehmenden Betrugsfällen, die sich bundesweit verbreiten, wie im Fall einer Frau aus Schöneck, die 1.000 Euro verloren hat, da Betrüger sich als Bankmitarbeiter ausgaben.Ruhr24 berichtet über ähnliche Betrugsmaschen, bei denen anonyme Anrufer technische Tricks nutzen, um echte Banknummern im Display anzuzeigen und die Opfer unter Druck setzen, schnell zu handeln.
Tipps zur Vermeidung von Betrug
Die Polizei hat spezifische Warnhinweise ausgesprochen, um Verbraucher vor solchen Betrugsversuchen zu schützen. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und keine impulsiven Entscheidungen treffen. Es wird geraten, das Gespräch sofort abzubrechen und um Rückruf zu bitten, um Rat bei der Polizei, Familie oder Freunden einzuholen. Auch die Verbraucherzentralen fordern dazu auf, keine Bargeld- oder Wertgegenstände an unbekannte Personen zu übergeben und auf Anfragen nach Bankdaten vorsichtig zu reagieren. Die Verbraucherzentrale bietet dabei hilfreiche Informationen, wie Betroffene sich verhalten sollen. Österreicher sollten zudem darauf achten, verdächtige Anrufe direkt bei der Bank zu melden und bei Bedarf online Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Die Polizei und Verbraucherzentralen empfehlen weiterhin, Angehörige, insbesondere ältere Menschen, über solche Betrugsmaschen aufzuklären und über sichere Verhaltensweisen zu informieren. Wer bereits Opfer geworden ist, sollte umgehend seine Bankkarte sperren und Unterstützung in Anspruch nehmen.