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Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat in der „Pressestunde“ des ORF klare Worte zur angestrebten Dreierkoalition zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS gefunden. Er fordert eine Expertenregierung, um das Burgenland effektiv zu unterstützen, als Reaktion auf das von der ÖVP hinterlassene Budgetdebakel, welches nicht auf den Schultern der Bevölkerung ausgeglichen werden soll. "Man geht von 14 Ministerien und sieben Staatssekretären aus", erklärte Doskozil und äußerte Skepsis über die langfristige Stabilität dieser Koalition, basierend auf bisherigen Erfahrungen mit der ÖVP, wie orf.at berichtete.
Die Kritik an der neuen Regierung formiert sich bereits, insbesondere von der FPÖ. Klubobmann Norbert Hofer bezeichnete die Koalition als "überdimensioniert" und warf ihr vor, dass sie sich selbst verwalte, ohne Österreich voranzubringen. Er betonte, dass kein einziger Burgenländer in der Bundesregierung vertreten sein werde und sah dies als Zeichen, dass die Belange des Burgenlandes in Wien keine Beachtung finden. Auf der anderen Seite zeigt sich ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz überzeugt, dass Österreich vor großen Herausforderungen steht und eine stabile Regierung benötigt, um notwendige Reformen rasch umzusetzen – eine Ansicht, die Doskozil durchaus teilt, jedoch auch die Expertise von Fachleuten einfordert, was er als unumgänglich erachtet, wie bvz.at hinzufügte.
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