Das Bundesheer investiert im laufenden Jahr 2026 insgesamt 473 Millionen Euro in die Verbesserung seiner Infrastruktur. Wien ist mit Investitionen von 115,7 Millionen Euro die am stärksten begünstigte Region. Zu den bedeutendsten Projekten zählt die Generalsanierung des Verwaltungsgebäudes in der Maria-Theresien-Kaserne im 13. Bezirk. Zudem sind zahlreiche Vorhaben in den renommierten Kasernen wie der Rossauer Kaserne sowie der Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne geplant, wie Kleine Zeitung berichtet.

Niederösterreich folgt als nächster Investitionsstandort mit 102,1 Millionen Euro. Hier wird unter anderem ein neuer Hangar für zwei Staffeln der AW169 „Leonardo“-Hubschrauber am Fliegerhorst Figl in Langenlebarn für 24,2 Millionen Euro errichtet. Auch wichtige Baumaßnahmen an institutionellen Standorten wie der Theresianischen Militärakademie und der Burstyn-Kaserne kommen in den Fokus. Die Steiermark erhält knapp 77,9 Millionen Euro, mit 13,6 Millionen Euro speziell für Infrastrukturmaßnahmen am Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal.

Investitionen in Bundesländern

Oberösterreich erhält 64,9 Millionen Euro, wobei 9,5 Millionen Euro in einen neuen Garagenbezirk für das System Kampfpanzer Leopard in der Hessen-Kaserne in Wels fließen. Weitere Investitionen in anderen Bundesländern sind wie folgt:

  • Tirol: 39,2 Millionen Euro
  • Salzburg: 31,2 Millionen Euro
  • Kärnten: 30,9 Millionen Euro
  • Burgenland: 6,4 Millionen Euro
  • Vorarlberg: 4,8 Millionen Euro

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hebt hervor, dass diese Investitionen eine zentrale Rolle im „Aufbauplan 2032plus“ spielen. Ziel des Plans ist der Aufbau einer modernen Infrastruktur, die nicht nur die Einsatzbereitschaft, sondern auch die Ausbildung verbessert und eine attraktive Arbeitsumgebung sowie moderne Unterkünfte für Soldaten bietet. Besonders bemerkenswert ist, dass 99 Prozent der Bauprojekte und Sanierungsmaßnahmen in den österreichischen Kasernen von regionalen Unternehmen durchgeführt werden.

Die Rolle der AW169-Hubschrauber

Ein wichtiger Aspekt der Modernisierung des Bundesheeres ist die Einführung der neuen AW169 „Leonardo“-Hubschrauber. Verteidigungsministerin Tanner informierte zu diesem Thema am 23. Jänner 2024. Diese Hubschrauber sind nicht nur ein Symbol für den Modernisierungsprozess, sondern wurden auch speziell in der Vergangenheit vernachlässigten Bereichen eingeführt. Die Ausbildung des Einführungsteams mit zehn Militärpiloten wurde Ende 2023 abgeschlossen, und bereits über 850 Flugstunden wurden mit diesen Maschinen absolviert. Ein Hubschrauber erreichte sogar kürzlich seine tausendste Flugstunde, was den erfolgreichen Einsatz unterstreicht.

Die neuen AW169 können vielseitig eingesetzt werden, unter anderem im Katastrophenschutz und für den Truppentransport. Sie bieten eine Reichweite von über 700 km und sind für Einsätze unter schwierigen Bedingungen, wie bei Nacht oder Schlechtwetter, geeignet. Diese Investitionen in die Luftstreitkräfte stellen einen bedeutenden Schritt in Richtung eines modernen und effektiven Bundesheeres dar, das auch schon in den kommenden Jahren bedeutende Fortschritte erreichen möchte. Die vollständige Einsatzfähigkeit des Waffensystems wird mit der Lieferung der AW169 MA-Version, die für 2028 geplant ist, erreicht.

Insgesamt zeigt die umfassende Investitionsstrategie des Bundesheeres, dass Österreichs militärische Infrastruktur nicht nur nah am aktuellen Stand gehalten wird, sondern auch zukunftssicher gestaltet werden soll, um nationalen und internationalen Anforderungen gerecht zu werden, wie auch Bundesheer betont.