Am 21. Februar 2026 äußert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) massive Bedenken über die gegenwärtige Klima- und Energiepolitik der CDU. Anlässlich des bevorstehenden CDU-Bundesparteitags in Stuttgart fand eine Protestaktion des BUND und Campact statt, die auf die kritischen Debatten der CDU zu Klimaschutzzielen und Emissionshandel aufmerksam machte. BUND-Vorsitzender Olaf Bandt betont die essentielle Bedeutung der Energiewende sowohl für den Klimaschutz als auch für die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands.

Der BUND warnt vor den Vorschlägen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, die das Gelingen der Energiewende gefährden könnten. Das Protestmotto „Energiewende braucht Rückenwind statt Rollback!“ verdeutlicht die Forderungen der Umweltschützer nach schnellem Ausbau erneuerbarer Energien, um Emissionen zu senken und die Preise zu stabilisieren.

Forderungen nach massiven Veränderungen

Die BUND-Landesvorsitzende Baden-Württemberg, Sylvia Pilarsky-Grosch, fordert eine konsequente Haltung für den Klimaschutz und eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien. In Süddeutschland ist der Ausbau dieser Energien, trotz positiver Fortschritte bei Flächen und Planungsverfahren, schleppend vorangekommen. Der BUND fordert daher einen sicheren Netzzugang und ein Vergütungssystem, um Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern.

Diese Forderungen stehen im Kontrast zur Energiepolitik der CDU, die in der letzten Zeit stark kritisiert wurde. Die Partei strebt an, durch Überprüfungen aller Kostentreiber in der Energiepolitik die Strompreise zu senken und die Versorgungssicherheit mit Klimaschutz zu vereinen. In diesem Kontext wird auch die Rückkehr zu Kernkraftwerken diskutiert, sowie die Abschaffung des umstrittenen Heizungsgesetzes der Ampelregierung. Die CDU fordert technologieoffene Ansätze zur Förderung emissionsarmer Lösungen.

Erneuerbare Energien im Fokus

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromsektor in Deutschland hat 2024 54,1 Prozent erreicht, was einer Stromerzeugung von 285,9 Mrd. kWh entspricht. Dies ist ein Anstieg von 10 Mrd. kWh im Vergleich zu 2023. Besondere Fortschritte gab es insbesondere im Bereich der Photovoltaik, wo die installierte Leistung durch mehr als 18.000 MW neu installierter PV-Anlagen in 2024 auf über 102.000 MW verdoppelt wurde. Dennoch mahnt das Umweltbundesamt an, dass der witterungsbedingte Rückgang bei Wind und Sonne im Jahr 2024 die Zielerreichung erschwerte.

Die Windenergie bleibt ein zentraler Bestandteil der Energieerzeugung, mit einer Produktion von 138,9 Mrd. kWh in 2024. Auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, so erzeugten die Windenergieanlagen mehr Strom als alle Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen. Um die Klimaziele zu erreichen, wird ein beschleunigter Ausbau der Windenergieleistung als notwendig erachtet.

Zusammenfassend verdeutlichen die aktuellen Entwicklungen und Debatten, dass die Energiewende in Deutschland eine kritische Phase erreicht hat. Sowohl der BUND als auch die CDU haben unterschiedliche Ansätze, um die Herausforderungen der Energiekrise und den Klimaschutz in Einklang zu bringen. Während Umweltschutzorganisationen nach konsequentem Handeln rufen, konzentriert sich die CDU auf eine politikfokussierte Strategie, um Versorgungsengpässe und steigende Preise zu bewältigen.

Weitere Informationen finden Sie in den Berichten von OekoNews, CDU und dem Umweltbundesamt unter den folgenden Links: OekoNews, CDU, und Umweltbundesamt.