Österreich

Brennerbasistunnel: Deutsche Bahn plant beschleunigten Verkehr nach Italien bis 2025

Erfahren Sie, warum der Tunnelbau am Brenner für Deutschland von großer Bedeutung ist

Die Deutsche Bahn setzt sich das Ziel, die Planung für die deutsche Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel bis zum Ende des Jahres abzuschließen. Dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, um den schnelleren Verkehr von Deutschland nach Italien zu ermöglichen. Nach zahlreichen politischen Verzögerungen strebt die Deutsche Bahn nun an, die erarbeitete Trassenvariante bis zum Frühjahr 2025 dem Bundestag vorzulegen.

Der Brennerbasistunnel, ein 55 Kilometer langer Tunnel zwischen Österreich und Italien, wird dazu beitragen, den langsamen Zugverkehr von Deutschland nach Italien zu beschleunigen und gleichzeitig die Lebensqualität der Anwohner entlang der Brennerautobahn zu verbessern. Die Bedeutung des Brenners als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Europa reicht weit über die Alpen hinaus und betrifft unter anderem Länder wie Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen und die Niederlande.

Insgesamt gab es im Jahr 2023 eine deutliche Zunahme des Verkehrs auf der Brennerautobahn, wobei sich 2,4 Millionen Lastwagen und insgesamt knapp 14,4 Millionen Fahrzeuge auf dieser Strecke bewegten. Um die volle Kapazität des Brennerbasistunnels nutzen zu können, ist es erforderlich, den Zulauf auszubauen. Die geplante 54 Kilometer lange neue Trasse soll größtenteils als Tunnel errichtet werden, was jedoch auf Widerstand von lokalen Bürgerinitiativen stößt.

Der Zeitplan für die Fertigstellung des Projekts sieht ein Baurecht Anfang der 2030er Jahre vor, gefolgt von Baubeginn und Inbetriebnahme Anfang der 2040er Jahre. Ungeachtet möglicher weiterer Verzögerungen wird angestrebt, dass der Brennerbasistunnel bis 2040 in Betrieb genommen wird. Die Kosten für den Bau eines Tunnels unter dem Inn werden auf bis zu drei Milliarden Euro geschätzt, wobei Alternativvorschläge der bayerischen Kommunen ebenfalls diskutiert werden.

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Die Unzufriedenheit in der bayerischen Wirtschaft über die politische Handhabung des Projekts wächst. Kritikpunkte beziehen sich insbesondere auf die Belastungsgrenze des Straßen- und Schienenverkehrs sowie die volkswirtschaftlichen Verluste durch Engpässe und Staus. Die Bayerische Industrie- und Handelskammer fordert, dass jeder weitere Zeitverlust vermieden werden müsse, um die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig zu gestalten.

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