Die Stadt Bregenz hat eine umfassende Wohn-Offensive in der Südtirolersiedlung gestartet. In einem Schritt zur Neugestaltung wurden nun die Pläne für die Modernisierung und den Ersatz alter Wohnungen vorgestellt. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Wohnbauträger Vogewosi wurde das Siegerprojekt eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs bekannt gegeben. Die Architekten von „03 Arch.“ aus München haben den Zuschlag für die Neugestaltung erhalten, die sich über die nächsten zehn Jahre erstrecken soll.

Mit dem Vorhaben wird angestrebt, rund 200 alte Wohnungen aus den 1940er-Jahren abzureißen und durch 320 moderne, leistbare Wohnungen zu ersetzen. Diese Maßnahme soll nicht nur die Wohnsituation der Bewohner verbessern, sondern auch zur Nachverdichtung des Viertels beitragen. Die Achgasse wird als zentrales Rückgrat der Siedlung beibehalten, und ein historischer Gebäudeteil mit Torbogen wird in das neue architektonische Konzept integriert, was die Verbindung von Tradition und Moderne unterstreicht.

Fortschritt und Ziele des Projekts

Der Juryvorsitzende Hans Gangoly hebt hervor, dass das Siegerprojekt ein „fein abgestimmtes Gefüge mit eigenständigen Situationen“ darstellt, was den Ansprüchen an eine moderne Stadtentwicklung gerecht wird. Geschäftsführer Michael Dünser von der Vogewosi betont, dass Nachverdichtung nicht mit Zubetonieren gleichzusetzen ist – die qualitative Aufwertung des Wohnraums steht im Mittelpunkt. Ein zweiter Wettbewerb zur architektonischen Ausgestaltung der Gebäude ist bereits in Planung und soll vor dem Sommer ausgeschrieben werden.

Die Initiative zur Neugestaltung der Südtirolersiedlung reiht sich in die Ziele der nationalen Stadtentwicklungspolitik ein, die durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie durch verschiedene Institutionen gefördert wird. Diese Initiative hat das Ziel, Städte lebenswert zu erhalten und den Austausch zwischen Akteuren im Bereich Stadtentwicklung zu fördern. Aktuelle stadtgesellschaftliche Trends werden hierbei thematisiert und Beispielhafte Lösungsansätze aufgegriffen, um der urbanen Entwicklung gerecht zu werden. Weitere Informationen dazu sind auf der Website der nationalen Stadtentwicklungspolitik verfügbar.

Insgesamt verspricht das Projekt nicht nur zusätzlichen leistbaren Wohnraum, sondern auch eine behutsame Weiterentwicklung des Quartiers, die den Bedürfnissen seiner Bewohner Rechnung trägt. Nach der Fertigstellung wird die neue Wohnsituation unter Umständen als Modell für ähnliche Projekte in anderen Städten dienen.

Weitere Details zu diesem bedeutenden Vorhaben finden sich auch auf der Webseite von ORF Vorarlberg.