Am Samstagabend, dem 14. Februar 2026, brach in einem Mehrfamilienhaus über dem Einkaufszentrum „Sophienhof“ in Kiel ein tragischer Brand aus. Laut Fireworld meldeten Anwohner um 20:08 Uhr starke Rauchentwicklung und Flammen aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss. Kurz darauf, um 20:10 Uhr, hörten Nachbarn Hilfeschreie und alarmierten die Polizei.

Die ersten Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, trafen kurze Zeit später ein und erkannten schnell die Ernsthaftigkeit der Situation. Bereits bei Eintreffen schlugen die Flammen aus der betroffenen Wohnung, was zu einem erhöhten Einsatzstichwort führte. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte im Einsatz.

Rettungsmaßnahmen und Tragödie

Die Bekämpfung des Feuers und die Rettung von Menschen standen an oberster Stelle. Zwei Drehleitern wurden eingesetzt, um Bewohner aus dem stark verrauchten Gebäude zu retten. Während der Löscharbeiten wurde ein 81-jähriger Mann in der Brandwohnung aufgefunden. Leider kam jede Hilfe zu spät, und der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Wohnung ist unbewohnbar, das gesamte Gebäude bleibt jedoch für die anderen Bewohner zugänglich. Zwei weitere Anwohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort behandelt, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Die Einsatzdauer zog sich über mehrere Stunden hin, vor allem aufgrund des starken Raucheintrags in die oberen Geschosse.

Brandursache und Auswirkungen

Die Brandursache ist derzeit noch unklar, und die Ermittlungen sollen laut NDR am darauf folgenden Montag beginnen. Das Einkaufszentrum selbst bleibt voraussichtlich geöffnet, da es nicht direkt betroffen war, jedoch gab es Einschränkungen im Busverkehr, insbesondere im Bereich des Sophienblatts und des Hauptbahnhofs. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Löscharbeiten.

Das Ereignis wirft auch einen Blick auf die allgemeine Brandschutzsituation in Deutschland. Laut FeuerTrutz ist besonders auffällig, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigste Ursache für Brände in Gebäuden sind, während Brände in höheren Geschossen seltener, jedoch oft mit großen Schäden verbunden sind. Die aktuelle Statistik verdeutlicht die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen im Brandschutz, insbesondere in Wohngebäuden, wo 83 % der Brände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten.

Die Stadt Kiel und die Sicherheitskräfte stehen nun vor der Herausforderung, die Brandursache aufzuklären und sicherzustellen, dass ähnliche Tragödien in Zukunft verhindert werden können.