In Feldkirchen, Kärnten, ereignete sich am Samstagnachmittag ein schwerer Unfall, der die Gefahren von Ethanol-Feuerstellen eindringlich verdeutlicht. Ein 49-jähriger Mann füllte seinen tragbaren Camping-Ethanol-Ofen mit Flüssigethanol nach. Dabei war der Ofen vermutlich noch nicht vollständig abgekühlt, was zu einer tragischen Kettenreaktion führte. Eine Stichflamme entzündete den Handschuh des Mannes, der daraufhin in Panik den brennenden Handschuh aus zog und ihn samt der Ethanol-Flasche auf den Teppich warf. Dies führte zu einem raschen Feuerunfall, das sich auf Teppich und Parkettboden ausbreitete. Der Wohnungsbesitzer erlitt leichte Verbrennungen und wurde ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Trotz seiner Bemühungen, das Feuer mit einem Handfeuerlöscher zu löschen, scheiterte er aufgrund starker Rauchentwicklung. Glücklicherweise wurde ein Nachbar auf die Situation aufmerksam und alarmierte die Feuerwehr, die mit 12 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften aus den Orten Feldkirchen, Waiern, St. Ulrich und Tschwarzen schnell zur Stelle war.Krone.at berichtet, dass die Feuerwehr das Feuer rasch eindämmen konnte, wodurch ein Übergreifen auf weitere Räume verhindert wurde. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unbekannt.
Die Ereignisse in Feldkirchen werfen ein Schlaglicht auf die gefährlichen Risiken, die mit der Nutzung von Ethanol-Kaminen verbunden sind. Anbieter dieser Heizmethoden versprechen eine heimelige Kaminatmosphäre ohne großen Aufwand. Ethanol-Kamine sind mobil, günstig und erzeugen keinen Rauch oder Ruß wie herkömmliche Holzöfen. Dennoch bergen sie erhebliche brandgefährliche Risiken. Laut zuverlässigen Informationen kam es in Deutschland in den letzten Jahren zu schweren Verletzungen durch Ethanol-Explosionen, wie auch im Jahr 2023, als ein Mann infolge einer Ethanol-Verpuffung starb.Test.de zeigt, dass häufig Bedienfehler die Ursache für solche schweren Unfälle mit Tischkaminen und Ethanol-Feuerstellen sind, insbesondere beim Entzünden oder Nachfüllen. Ethanol entzündet sich bei niedrigen Temperaturen und kann gasförmig werden, was ein explosibles Gemisch bilden kann, wenn die Brennpaste nicht vollständig verbrennt.
Gefahren und Sicherheitstipps
Die Verbraucherzentrale weist zudem darauf hin, dass Ethanolfeuerstellen die Raumluft erheblich belasten können und einen hohen Schadstoffausstoß haben, darunter gesundheitsschädliche Substanzen wie Kohlenmonoxid, Formaldehyd und Benzol. Diese Belastung ist besonders kritisch, da Ethanol-Kamine nicht zum Heizen geeignet sind und dauerhaftes Lüften während des Betriebs erforderlich ist. Es wird empfohlen, besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren auf Ethanolfeuerstellen zu verzichten.Verbraucherzentrale NRW hebt hervor, dass man niemals eine brennende oder heiße Feuerstelle mit Ethanol nachfüllen sollte und stets eine maximale Füllhöhe im Tank beachten sollte. Bei einem Brand sollten Löschdecke oder ein Schaumfeuerlöscher bereitgehalten werden, um schnell eingreifen zu können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ethanolfeuerstellen zwar eine moderne und elegante Lösung zur Raumbeleuchtung bieten, jedoch mit extremen Vorsichtsmaßnahmen und einem hohen Risiko verbunden sind. Die tragischen Ereignisse in Feldkirchen unterstreichen die Notwendigkeit, sich über die Gefahren und die richtige Handhabung dieser Geräte umfassend zu informieren.


