In der Dennis M. Lynch Arena in Pawtucket, Rhode Island, kam es zu einem tragischen Vorfall, als während eines Jugend-Eishockeyspiels am Montag Schüsse fielen. Laut den Berichten von Krone wurden zwei Menschen erschossen, während drei weitere Personen schwer verletzt wurden. Der mutmaßliche Täter erlag ebenfalls seinen Verletzungen, die er sich selbst zugefügt hatte. Die Hintergründe der Bluttat scheinen in einem Familienstreit verwurzelt zu sein, was die Polizeipräsidentin von Pawtucket, Tina Goncalves, in einer ersten Erklärung als „offenbar gezielten Angriff“ bezeichnete.
Obwohl noch nicht viele Details bekannt sind, haben die Strafverfolgungsbehörden bisher drei Todesopfer bestätigt, darunter der Schütze. Die Identität und das Alter der Opfer sind bislang unklar, es liegen jedoch Hinweise darauf vor, dass es sich bei mindestens zwei von ihnen um Erwachsene handelt. Die Verletzten wurden sofort ins Krankenhaus gebracht, wo sich ihr Zustand als kritisch erweist. Die Straßen rund um das Tatgebiet wurden gesperrt, während Hubschrauber über dem Gelände kreisten, um die Lage zu beobachten.
Emotionale Reaktionen und Zeugenbefragungen
Vor der Arena fanden sich emotionale Szenen mit weinenden Familien und in Trikots gekleideten Eishockeyspielern, die die Schockwelle des Vorfalls widerspiegelten. Die Polizei arbeitet intensiv daran, die Abläufe des Geschehens zu rekonstruieren und befragt derzeit Zeugen.20min berichtet von den chaotischen Szenen, als Zuschauer und Teilnehmer des Spiels flüchteten und einige mutmaßliche Augenzeugen sogar eigene Geschichten über den Vorfall teilten.
Die Stadt Pawtucket, die nördlich von Providence liegt und etwa 80.000 Einwohner zählt, ist bekannt für ihre ruhige Nachbarschaft. Der Vorfall hat die Gemeinschaft erschüttert und wirft Fragen über die Sicherheit bei Sportveranstaltungen auf. Es ist eine Störung von derartiger Tragweite, die in der jüngeren Sportgeschichte von Rhode Island selten vorkommt.
Der Kontext von Fangewalt im Sport
In Anbetracht der Vorfälle stellt sich die Frage nach der allgemeinen Fangewalt im Sport, insbesondere im Vergleich zu anderen Sportarten. Laut einem Artikel von SRF zeigt die Analyse, dass bei Eishockeyspielen wesentlich weniger Gewaltvorfälle auftreten als im Fußball. Dies könnte teilweise darauf zurückzuführen sein, dass Eishockeyspiele weniger Zuschauer anziehen und die Aggressivität der Fans in dieser Sportart seltener in Gewalt umschlägt. Zudem gibt es Maßnahmen wie eine Nulltoleranz gegenüber Pyrotechnik im Stadion, die die Sicherheit erhöhen.
Die Eishockeyszene hat sich in den letzten Jahren verstärkt mit Fragen der Fan gewalt auseinandergesetzt und setzt auf Dialogelemente sowie präventive Arbeit. Obwohl diese Strategien erfolgreich sind, hat der tragische Vorfall in Pawtucket einen neuen, traurigen Rahmen gesetzt, der weitere Diskussionen notwendig macht. Das Bewusstsein für Sicherheit in der Arena wird durch solche Ereignisse umso wichtiger.