Bei den jüngsten israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichten lokale Gesundheitsbehörden, darunter das palästinensische Gesundheitsministerium, das sagt, dass unter den Toten auch Kinder waren. Die Angriffe erfolgten in verschiedenen Teilen des Gazas, darunter ein schwerer Luftschlag auf eine Polizeistation im Stadtteil Sheikh Radwan, bei dem 14 Menschen starben. Darüber hinaus gab es sieben Todesopfer im Süden des Gazastreifens, wo ein Zelt von Binnenvertriebenen getroffen wurde, und in Gaza-Stadt wurde eine Wohnung bombardiert. Diese Informationen wurden von der Kleine Zeitung bereitgestellt.

Den Berichten zufolge wurden zudem mindestens 20 weitere Personen verletzt. Die israelische Armee erklärte, die Angriffe seien gegen Kommandanten und die Infrastruktur der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Jihad gerichtet gewesen. Zu den Schlagzielen gehörten unter anderem ein Waffenlager, eine Waffenwerkstatt sowie zwei Abschussrampen der Hamas. In der Zwischenzeit hat die US-Regierung ein neues Rüstungspaket für Israel in Höhe von rund 6,7 Milliarden Dollar genehmigt, welches 30 Apache-Kampfhubschrauber und 3.250 leichte taktische Fahrzeuge umfasst. Diese Informationen stammen aus einem Bericht des Deutschlandfunks.

Humanitäre Lage im Gazastreifen

Die humanitäre Situation im Gazastreifen bleibt angespannt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) appellierte an Israel, die Einfuhrbeschränkungen für Hilfsgüter zu lockern. IKRK-Präsidentin Spoljaric forderte die Dringlichkeit von Wasserleitungen und Generatoren zur Wiederherstellung der Infrastruktur. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, die humanitären Bedingungen vor Ort zu verbessern, einschließlich der Instandsetzung von Krankenhäusern und Schulen.

Zusätzlich veranlasste der Druck der USA die Öffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen für den Personenverkehr. Dieser Schritt ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans, welcher darauf abzielt, den Konflikt zwischen Israel und Hamas zu beenden und den Wiederaufbau des Gebiets zu fördern. Trotz der im Oktober 2023 vereinbarten Waffenruhe zwischen Hamas und Israel zeigen die fortwährenden Angriffe, dass die vereinbarten Ruhezeiten häufig gebrochen werden.

Waffenexporte und Menschenrechtsthemen

Im Kontext der laufenden Konflikte hat Amnesty International kürzlich Bedenken hinsichtlich der Rückkehr deutscher Rüstungsgüter nach Israel geäußert. Julia Duchrow, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, bezeichnete die Entscheidung als „völlig falsches Signal“. Insider erklären, dass die Waffenexporte für den Einsatz im Gazastreifen gegen das Völkerrecht verstoßen und ahnen, dass diese zur Begehung von Kriegsverbrechen beitragen könnten. Die internationale Staatengemeinschaft hat die Verantwortung, einen Völkermord im Gazastreifen zu verhindern und Schritte zu unternehmen, um diesem entgegenzuwirken, wie auf ZDF heute betont wird.