Der italienische Biathlet Tommaso Giacomel wurde in der vergangenen Woche am Herzen operiert. Die Intervention folgte direkt auf sein Abbrechen des Massenstarts bei den Olympischen Winterspielen 2026, wo er beim zweiten Schießen gesundheitliche Probleme erlitt. Der italienische Wintersportverband FISI gab die Operation am Dienstag bekannt, nachdem Giacomel aufgrund von Atem- und Bewegungsproblemen das Rennen in Führung liegend abbrechen musste. Er beschrieb diese Erfahrung als das „schlimmste Gefühl, das ich bisher erlebt habe“, und blieb erschüttert am Streckenrand im Schnee sitzen.
Trotz anfänglicher unauffälliger Ergebnisse bei bildgebenden Verfahren wie CT und MRT wurde schließlich eine Anomalie der elektrischen Leitfähigkeit in den Vorhöfen festgestellt. Zum Glück konnte dies mittels einer minimalinvasiven Ablation erfolgreich behandelt werden. Giacomel äußerte auf Instagram, dass er „am Boden zerstört“ sei, da diese Situation abrupt das Ende seiner Saison bedeutete.
Olympische Spiele und Saisonende
Bei den Olympischen Spielen gewann Giacomel eine Silbermedaille mit der Mixed-Staffel, jedoch blieb er in anderen Wettbewerben hinter den Erwartungen zurück. Vor dem letzten Trimester der Weltcup-Saison hatte er 37 Punkte Rückstand auf den Gesamtweltcupführenden Eric Perrot aus Frankreich. Nun hat er auch die letzten Wettbewerbe in Kontiolahti, Otepää und Oslo verpasst.
Die Operation wurde als notwendig erachtet, um die erkannten Herzprobleme zu beheben. Giacomel wird nach seiner Genesung am Donnerstag aus dem Krankenhaus in Mailand entlassen. Eine Kontrolluntersuchung ist in zwei Wochen angesetzt. Trotz der Rückschläge bleibt der Biathlet optimistisch und plant, bei den kommenden Winterspielen in Frankreich zurückzukehren. Giacomel bezeichnet sich weiterhin als Hoffnungsträger für die italienische Biathlon-Nationalmannschaft und hat den festen Willen, stärker als je zuvor zurückzukommen.
Obwohl sich die Situation schwierig darstellt, zeigt der Athlet Entschlossenheit und gibt seinen Fans Grund zur Hoffnung auf eine Rückkehr in den Wettkampf. Mit jedem Schritt closer to recovery wird das Ziel, die italienischen Farben im internationalen Biathlon zu vertreten, realistischer.
Weitere Informationen zu Giacomels Situation bietet Laola1, während t-online und Merkur weitere Details und Updates zu den Entwicklungen in seiner Karriere liefern.