Am 20. Februar 2026 fand im Kulturhaus in Gmünd, Niederösterreich, der jährliche Bezirksfeuerwehrtag statt, zu dem Vertreter aller 82 Feuerwehren des Bezirks eingeladen waren. Im Zentrum der Veranstaltung standen turnusmäßige Wahlen auf Bezirks-, Abschnitts- und Unterabschnittsebene. Oberbrandrat Harald Hofbauer wurde erneut zum Bezirksfeuerwehrkommandanten gewählt, während Brandrat Jochen Miniböck als sein Stellvertreter bestätigt wurde. Gerald Zeller bleibt als Leiter des Verwaltungsdienstes, unterstützt von seinem Team, das aus Oberverwalter Daniel Höfenstock, Hauptverwalter Jürgen Granner und Verwalter René Bruckmüller besteht. Diese Bestätigungen deuten auf ein starkes Führungsteam hin, das sich den Herausforderungen der Zukunft stellen möchte. Die Berichterstattung von fireworld.at hebt hervor, dass die Stabilität und das Vertrauen in die Führungskräfte oberste Priorität haben.
Bei der Rückschau auf das Jahr 2025 berichtete Hofbauer von einem herausfordernden Jahr, in dem die Feuerwehren insgesamt 1.417 Einsätze absolvierten, darunter 401 Brandeinsätze – ein historischer Höchststand. Technische Einsätze machten mit 733 den größten Teil der Einsätze aus. Besonders tragisch war ein Vorfall, bei dem ein Flugzeug abstürzte, wodurch der Pilot tödlich verunglückte. Auch Brandeinsätze, die zum Tod von Kindern führten, werfen einen Schatten auf die Einsätze des vergangenen Jahres. Trotz der Herausforderungen wird im kommenden Jahr mit weiteren Schwierigkeiten gerechnet, da unter anderem die Teuerungen bei Einsatzfahrzeugen und Feuerwehrhäusern zu einer Belastung für die Feuerwehren werden.
Ehrenamt und Ausblick auf die Zukunft
Die Herausforderungen beim Einsatz und die Rekrutierung junger Mitglieder stellen laut meinbezirk.at eine ernsthafte Problematik dar. Über 1.200 Einsätze wurden bis dato geleistet, und die Feuerwehr steht vor der Herausforderung, den Nachwuchs für die Feuerwehrjugend zu gewinnen. Der Bezirksfeuerwehrkommandant betonte, dass 2026 ein Superwahljahr für die Feuerwehren sein wird, da mehrere Wahlen anstehen. Hofbauer und sein Stellvertreter planen, als Team bei den Wahlen anzutreten, um den Zusammenhalt und die Erfahrung zu fördern.
Insgesamt zeigt die Einsatzbilanz der Gmünder Feuerwehr, dass das Engagement der ehrenamtlichen Mitglieder unverzichtbar ist. Im Bezirk sind derzeit 4.335 Mitglieder aktiv, was 12,21 % der Bezirksbevölkerung entspricht. Von diesen sind rund 516 Frauen, was einen Anteil von etwa 12 % ausmacht. Im Kontext des Ehrenamtes ist interessant, dass laut Umweltbundesamt rund 94 % der aktiven Feuerwehrmitglieder in Freiwilligen Feuerwehren organisiert sind. Diese Zahlen verdeutlichen die entscheidende Rolle des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz, insbesondere im Hinblick auf die steigenden Anforderungen durch den Klimawandel und andere Herausforderungen, die längere Einsätze und mehr Ausbildung erfordern.
Die Feierlichkeiten beinhalteten auch Ehrungen für langjähriges Bestehen, darunter die Freiwillige Feuerwehr St. Martin, die auf 150 Jahre zurückblicken kann. Die Bezirkshauptfrau Maga Renate Giller-Schilk nutzte ebenfalls die Gelegenheit, um ihren Dank für den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrmitglieder auszusprechen und die Zusammenarbeit im Bezirk zu betonen. Der Bezirksfeuerwehrtag 2026 markiert somit nicht nur eine Rückschau auf das Erreichte, sondern auch eine klare Weichenstellung für die Zukunft der Feuerwehr im Bezirk Gmünd.