Am Samstag, den 20. Februar 2026, findet im Berlinale Palast die grosse Preisverleihung der 76. Berlinale statt. Im Mittelpunkt stehen die Goldene und die Silberne Bären, die für herausragende filmische Leistungen verliehen werden. Die internationale Jury, unter dem Vorsitz des renommierten Regisseurs Wim Wenders, wird die Gewinnerinnen und Gewinner bekanntgeben.

Zu den begehrten Auszeichnungen gehören neben dem Goldenen Bären für den besten Film auch sieben Silberne Bären. Diese werden unter anderem für den Großen Preis der Jury, die beste Regie und die beste schauspielerische Leistung vergeben. Zu den Favoriten zählt der Wiener Regisseur Markus Schleinzer mit seinem Schwarz-Weiß-Film „Rose“. Auch das österreichische Filmteam Tizza Covi und Rainer Frimmel hat mit „The Loneliest Man in Town“ hohe Chancen auf einen Preis.

Die herausragenden Filme im Wettbewerb

Der Wettbewerb der Berlinale 2026 ist mit einer Vielzahl spannender Filme besetzt. So erzählt „Rosebush Pruning“ von Karim Aïnouz eine düstere Satire über Privilegien und toxische Familiengeheimnisse, während der zweite Spielfilm von Lance Hammer, „Queen at Sea“, sich mit Themen wie Altenpflege und Einverständnis beschäftigt. Ein weiterer Beitrag, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist der psychologische Thriller „Josephine“ von Beth de Araújo, der sich mit der Beeinflussung von Identität durch Traumatisierung auseinandersetzt.

Mit „Moscas“, einem Film von Fernando Eimbcke, werden neue Freundschaften in Mexiko-Stadt thematisiert, während der autofiktionale Dokumentarfilm „Yo (Love is a Rebellious Bird)“ von Anna Fitch und Banker White eine berührende Freundschaft zwischen zwei Frauen unterschiedlichen Alters zeigt. Nicht zuletzt begeistert der Anime „A New Dawn“ von Yoshitoshi Shinomiya, der Feuerwerke als Symbole von Rebellion und der Feier von Freundschaft darstellt.

Ein Blick auf die Berlinale-Geschichte

Die Berlinale ist das größte Publikumsfilmfestival der Welt und hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1951 zurückreicht. Sie wurde von einem Mitarbeiter der US-Militärregierung, Oscar Martay, initiiert, der entscheidend zur Förderung der Berliner Filmindustrie beitrug. In den frühen Jahren entschied das Publikum über die Vergabe der Preise, bevor 1956 eine internationale Jury eingesetzt wurde.

Die Bärentrophäe, die während des Festivals verliehen wird, wurde von der deutschen Bildhauerin Renée Sintenis entworfen. Ihr Design basiert auf einem Vorläufer, den sie bereits 1932 kreierte. Die Berlinale bleibt ein wichtiges Forum für Filmemacher aus der ganzen Welt und ein bedeutender kultureller Ereignis, das Filmkunst und Publikumsinteresse vereint.

Die glamouröse Gala zur Preisverleihung beginnt um 18 Uhr und zieht Filmbegeisterte aus allen Ecken der Welt an, die dem aufregenden Wettbewerb und den herausragenden Filmen beiwohnen möchten.