Heini Bergmüller, ehemaliger Trainer von Ski-Legende Hermann Maier, äußert schwerwiegende Bedenken bezüglich der alpinen Skiwettbewerbe während der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien. Trotz der insgesamt 18 Medaillen für Österreich, einschließlich Gold für die Teamkombination durch Ariane Rädler und Katharina Huber, glaubt Bergmüller, dass die vier gewonnenen Medaillen in den alpinen Disziplinen unzureichend sind. Seine Kritik erinnert an die schockierende Bilanz von 1984 in Sarajevo, wo Österreich lediglich zwei Medaillen in der alpine Ski-Disziplin erringen konnte, was bei den aktuellen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo besorgniserregend erscheint. Österreich 24 berichtet, dass Bergmüller einen „Rückfall in die Steinzeit“ in der Trainingsmethodik der alpinen Athleten feststellt.

Aktuell beklagt Bergmüller das Fehlen eines modernen Trainingskonzepts und hebt hervor, dass in der Vergangenheit regelmäßige Diagnostiken und Anpassungen des Trainings stattgefunden haben. Diese Vorgehensweise sei heutzutage kaum mehr anzutreffen. Besonders besorgt zeigt er sich über die übermäßige Betonung von Krafttraining in den Ski-Sportschulen, während die gezielte Ausdauerarbeit vernachlässigt wird. Laut Bergmüller könnte dies zur erhöhten Verletzungsanfälligkeit junger Athleten beitragen, insbesondere bei Verletzungen wie Kreuzbandrissen.

Kritik an Trainingsmethoden und Taktik

Bergmüller, der weiterhin mit Nachwuchsathleten arbeitet, macht deutlich, dass er über deren körperliches Niveau besorgt ist. In einem kürzlichen Wettkampf beobachtete er die Taktik von Johannes Lamparter im olympischen Großschanzen-Bewerb, die seiner Meinung nach suboptimal war, als Lamparter zu schnell anlief. Dennoch bezeichnete er Lamparter als ein „Supertalent“ mit beeindruckenden Ausdauerwerten und äußerte Vertrauen, dass dieser in der Zukunft Medaillen gewinnen könnte.

Ebenfalls von Bedeutung ist die lang erwartete Biografie von Heini Bergmüller, die Einblicke in seine langjährige Zusammenarbeit mit Hermann Maier gibt. In der Biografie wird auch das aktuelle Gesundheitsproblem von Maier thematisiert, der sich auf einer Intensivstation befindet, und zeigt die tiefe Verbundenheit zwischen Trainer und Athlet. Besondere Aufmerksamkeit bekommt Bergmüllers konfliktbelastete Beziehung zum Österreichischen Skiverband. An der Buchpräsentation, die am 16. April 2025 bei Thalia in Wien stattfinden wird, können Fans und Sportbegeisterte teilnehmen. Die Biografie ist im egoth-Verlag erschienen, umfasst 256 Seiten und ist reich bebildert. Weiterführende Informationen zur Veröffentlichung sind auf der Webseite von Bergmüller zu finden.

Olympische Winterspiele 2026 im Überblick

Im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 fanden in Italien insgesamt zehn Wettkämpfe im alpinen Skiwettbewerb statt. Die Ereignisse haben sich über mehrere Wochen erstreckt und die Österreichischen Athleten haben sich in verschiedenen Disziplinen gemessen.

Disziplin Datum Platzierungen
Abfahrt Männer 7. Februar 2026 1. Franjo von Allmen (Schweiz), 2. Giovanni Franzoni (Italien), 3. Dominik Paris (Italien)
Super-G Männer 11. Februar 2026 1. Franjo von Allmen (Schweiz), 2. Ryan Cochran-Siegle (USA), 3. Marco Odermatt (Schweiz)
Kombination Männer 14. Februar 2026 1. Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien), 2. Marco Odermatt (Schweiz), 3. Loïc Meillard (Schweiz)
Slalom Männer 16. Februar 2026 1. Loïc Meillard (Schweiz), 2. Fabio Gstrein (Österreich), 3. Henrik Kristoffersen (Norwegen)
Abfahrt Frauen 8. Februar 2026 1. Mikaela Shiffrin (USA), 2. Camille Rast (Schweiz), 3. Anna Swenn-Larsson (Schweden)
Kombination Frauen 10. Februar 2026 1. Ariane Rädler/Katharina Huber (Österreich), 2. Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher (Deutschland), 3. Jacqueline Wiles/Paula Moltzan (USA)

Die bevorstehenden Wettkämpfe versprechen spannende Entscheidungen, insbesondere angesichts der aktuellen sportlichen Herausforderungen und der kritischen Stimmen hinsichtlich der Trainingsmethoden in der alpinen Disziplin. Weitere Informationen zu den Olympischen Winterspielen 2026 sind in der entsprechenden Wikipedia-Seite zu finden.